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Arbeitsschutz - Produktsicherheit
 

 
 

19.02.2018

Marktüberwachung auf der boot 2018 in Düsseldorf

Vom 20.01. – 28.01.2018 fand die boot 2018 auf dem Messegelände Düsseldorf statt. Die boot Düsseldorf ist nach eigenen Angaben mit fast 1.900 Ausstellern die größte Wassersportmesse der Welt.

Im Rahmen der aktiven Marktüberwachung führt das Sachgebiet 55.2 – Produktsicherheit Kontrollen der Aussteller auf Messen durch. Dabei wird überprüft, ob die vorgeführten oder zum Kauf angebotenen Produkte den einschlägigen Produktsicherheitsvorschriften entsprechen und somit die Sicherheit und Gesundheit der Verwender nicht gefährdet werden. Der Umfang der Kontrollen richtet sich nach dem Einzelfall. Vorrangig finden Sichtprüfungen der Produkte bzgl. der Kennzeichnung und offensichtlicher Mängel statt. Zudem werden Unterlagen zu den Produkten überprüft bzw. für eine spätere Überprüfung angefordert. Wenn es angezeigt ist, können aber auch Proben genommen, und diese labortechnisch überprüft werden.

Fachliche Unterstützung erhielt das Sachgebiet durch das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW und durch die Richtlinienvertreterin für Sportboote.

Es fanden bei insgesamt 19 Ausstellern Kontrollen statt. Bei den Kontrollen wurden über 20 Produkte überprüft. Darunter waren Pedelecs, Elektroroller, Hoverboards, Tauchgeräte, Schlüsselanhänger und Boote.

Insgesamt entsprachen 18 Produkte nicht den produktsicherheitsrechtlichen Vorgaben. Festgestellte Mängel waren:

  • fehlende CE-Kennzeichnungen und Konformitätsbewertungsverfahren nach der Maschinenverordnung, Verordnung über die Sicherheit von Spielzeug bzw. Verordnung über Sportboote und Wassermotorräder
  • unberechtigte Anbringung der CE-Kennzeichnung nach der Verordnung über Sportboote und Wassermotorräder
  • fehlende Typenschilder
  • fehlende sonstige Kennzeichnungen (Herstellerangaben, Warnhinweise, Identifikationsnummer für Sportboote – HIN, etc.)
  • fehlende Bedienungsanleitungen
  • sicherheitstechnische Mängel

Die kontrollierten Aussteller kamen ihren produktsicherheitsrechtlichen Pflichten durch freiwillige Maßnahmen nach. D.h. der Verkauf wurde eingestellt bzw. die Nichtkonformität wurde gegenüber den Kunden durch ein Schild kenntlich gemacht (wenn nur ausgestellt wurde).

Darüber hinaus fanden auch Nachkontrollen bei Ausstellern statt, die letztes Jahr aufgefallen waren. Diese Nachkontrolle ergab ein positives Bild, da hier durchweg die erforderlichen Maßnahmen umgesetzt worden sind.

Für das nächste Jahr ist geplant, einen weiteren Fokus auf persönliche Schutzausrüstung wie Rettungswesten und auf Tauchgeräte (Impellerantriebe für Taucher) zu legen, da diese Bereiche auf der boot Düsseldorf an Bedeutung gewinnen.