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Client-Server-Architekturen

 

Mainframe-Architektur

In den Anfangszeiten der Computer waren diese sehr teuer und auch sehr groß. Es war nicht möglich jedem Mitarbeiter einen Computer auf bzw. unter den Tisch zu stellen. Stattdessen beschränkte man sich auf einen sehr teuren aber leistungsfähigen Großrechner, den sogenannten Mainframe. Dort waren meist speziell entwickelte Applikationen installiert. Über mehrere serielle Leitungen waren an den Mainframe mehrere Terminals, bestehend aus Bildschirm und Tastatur angeschlossen. Mit diesen Terminals wurden die Mainframes bedient. Das Terminal dient als Eingabe-Ausgabe-Schnittstelle zwischen Benutzer und dem Mainframe. Bei dieser Architektur bilden Terminal und Mainframe eine Einheit. Benutzereingaben werden vom Mainframe verarbeitet und vom Terminal dargestellt.

 

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Moderne Formen des Terminals sind mit Arbeitsspeicher, Prozessor und Schnittstellen ausgestattet. Hier laufen ein Großteil der Anwendungen im Terminal. Diese müssen mangels lokalem Massenspeicher vom Mainframe in den Arbeitsspeicher geladen werden. Statt dem klassischen Mainframe dient ein Terminalserver für die Auslieferung der Programme.

 

Vorteile: Zentrale Steuerung, Datenhaltung, Anwendungen und kostengünstige Erweiterung von zusätzlichen Terminals.
Nachteile: 
Ausfall des Mainframes führt zum Ausfall der Terminals. Der Betrieb steht dann komplett. Im Überlastungsfall müssen die Terminals warten, bis ihre Daten verarbeitet werden.

 

 

Datensicherheit

Bei einem Server hat man die Möglichkeit, Sicherheitsstrategien für die Datensicherheit und Zugriffsmöglichkeiten zu entwickeln. Beispiele für Sicherheitsstrategien sind doppelte Datenhaltung, zentrale Datensicherung und Zugriffssteuerung. Die Steuerung kann durch eine oder nur wenige Personen übernommen werden.

 

Groupware

Groupware soll die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen fördern, die Arbeitsabläufe vereinfachen und automatisieren. Wenn in einem Netzwerk die enge Zusammenarbeit zwischen Netzwerkteilnehmern möglich sein soll, dann kommt eine Groupware-Software zum Einsatz. Sie bietet folgende Möglichkeiten:

  • E-Mail
  • Dokumentbearbeitung im Team
  • Zugriffsmöglichkeiten auf Datenbanken
  • Terminkalender
Groupware-Software ist also nur möglich, wenn Rechner miteinander kommunizieren. Im Zeitalter verteilter Computer-Leistung sind Mainframe-Architekturen von Rechnern  in vielen Bereichen durch Client-Server-Architekturen abgelöst worden.

 

Client-Server-Architektur

Diese Architektur unterscheidet zwischen der Anwender- bzw. Benutzerseite und der Anbieter- bzw. Dienstleisterseite. Der Anwender betreibt auf seinem Computer Anwendungsprogramme (Client), die die Ressourcen des Servers auf der Anbieterseite zugreifen. Hier werden die Ressourcen zentral verwaltet, aufgeteilt und zu Verfügung gestellt. In einem serverbasierten Netzwerk werden die Daten auf einem zentralen Computer gespeichert und verwaltet. Man spricht von einem dedizierten Server, auf dem keine Anwendungsprogramme ausgeführt werden, sondern nur eine Server-Software und Dienste laufen.

 

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Diese Architektur ist die Basis für viele Internet-Protokolle, wie HTTP für das World Wide Web oder SMTP/POP3 für E-Mail. Der Client stellt eine Anfrage. Der Server wertet die Anfrage aus und liefert eine Antwort oder die Daten zurück.

 

Internet-Protokolle

Protokolle regeln den Datenverkehr. Sie sorgen dafür, dass im Netzwerk eine gemeinsame "Sprache gesprochen" wird. Es gibt eine Vielzahl von Protokollen, jedes hat besondere Vorzüge und Nachteile. In einem Netzwerk müssen alle beteiligten Computer das gleiche Protokoll verwenden sonst ist keine Kommunikation möglich. Alle wichtigen Protokolle zur Vernetzung werden bereits mit den Betriebssystemen der Windows-Familie mitgeliefert.

Die wichtigsten Protokolle:

 

NETBEUI

Netbeui steht für NetBios Extended User Interface. Es ist ein sehr schnelles und effektives Protokoll. Es unterstützt allerdings nur Microsoft-basierte Netzwerke und unterstützt kein Routing. Das Routing ist jedoch nur wichtig wenn Sie mehrere LANs miteinander verbinden möchten oder Anschluss an das Internet benötigen. Es eignet sich durch die unkomplizierte Installation (eine Einrichtung ist nicht notwendig) und seiner Schnelligkeit wegen, hervorragend für den Aufbau eines Peer-to-Peer Netzes.

 

IPX/SPX

Auch IPX/SPX ist eine Protokollsammlung und wird überwiegend in Novell-Netzen eingesetzt. Es ist ein relativ kleines und schnelles Protokoll und unterstützt das Routing zur Netzwerk übergreifenden Kommunikation. In Microsoft-Netzwerken ist sehr selten anzutreffen.

 

TCP/IP

Das Transmisson Controll Protocol/Internet Protocol ist eine Protokollsammlung (Stack) für die Datenübertragung in unternehmensweiten Netzwerken (WAN) und es ist das Standardprotokoll des Internet. Es unterstützt Routing und kann in heterogenen Netzwerken (Clients und Server mit unterschiedlichen Betriebssystemen) eingesetzt werden. Die Konfiguration dieses Protokolls kann in großen Netzwerken recht kompliziert und umfangreich werden. In kleinen Netzwerkumgebungen ist dies in der Regel weniger der Fall, trotzdem bedarf es entsprechender Kenntnisse und einen größeren Zeitaufwand wie NETBEUI.

 

Kommunikation im Internet beruht immer auf dem letzten Protokoll (TCP/IP) oder seinen Varianten (z. B. UCP/IP).

 

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(FvSG 30.1.2006)
 
 
Wednesday, 22. November 2017 / 08:14:54