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Mathe-Treff: Magazin - Mathematik und Buch
Der Literaturtipp des Mathe-Treffs für die Ferien

Sie haben in den letzten Wochen korrigiert und noch mehr korrigiert und das alles, nachdem Sie erst einmal das Abitur korrigiert haben. Die Freude an der Mathematik ist Ihnen also zunächst vergangen.

Wenn Sie aber dann in Amalfi mit Amaretto über die Bucht in den Sommenuntergang blinzeln, in Paris einen Pastis trinken oder aber unter einem Regenschirm an der Ruhr ruhen, möchten Sie natürlich etwas Schönes lesen, das auch - am Rande - mit Mathematik zu tun haben darf. Und da haben wir etwas für Sie:

Das Theorem des Papageis

von Denis Guedj

Bergisch Gladbach, 1999

Über einer Buchhandlung in der Rue Ravignan wohnt eine bunte Familie mit mehr oder weniger korrekter Struktur: Monsieur Pierre Ruche, abgekürzt , Perrette, die durch dunkle Geschehnisse an die Zwillinge Jonathan und Lea kam, nachdem sie wie seinerzeit schon Thales in einen Gulli stürzte. Man erinnert sich ja heute noch an das Lachen der Thrakerin. Zu erwähnen wäre noch der schwerhörige Max und natürlich der Papagei.

Von Ruches Freund kommt ein kostbarer Bücherschatz aus Manaus, alles mathematische Literatur von Euklid und Eudoxos über Umar al-Hayyam und al-Biruni zu P. Fermat und A. Wiles. Auf lockere Weise ist von Mathematik, ihrer Geschichte und Max mit Papagei die Rede. Alle anderen berühmten Leute in der Mathematik kommen auch vor, wenn Monsieur Ruche, Philosoph ohne direkten Mathematikbezug, seinen jungen Freunden etwa erklärt, wie Thales die Höhe der Cheopspyramide berechnet oder wenn von pi^2/6 die Rede ist. Aber wie Sie aber vermutet haben: Die Welt könnte heil sein, doch es geht leider nicht ohne Bösewichte...

Das Buch ist eingängig geschrieben und strapaziert die bei uns PISA-Geschädigten sowieso nicht besonders ausgeprägte Lesekompetenz nicht sonderlich.

Rolf Neveling