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Mathe-Treff: Magazin - Mathematik und Buch

Die MT- Literaturempfehlung für die großen Ferien

Ob es nun immer so weiter regnet oder ob in den großen Ferien dann doch die Sonne scheint - lesen sollten Sie auf alle Fälle. Und da Sie nun mal Interesse an Mathematik haben, glauben wir, dass eine Mathematikerbiographie für Sie das richtige ist:

Sylvia Nasar

Genie und Wahnsinn

Das Leben des genialen Mathematikers John Nash

München 2002

John Nash wurde 1928 in USA geboren und begegnete schon als sehr junger Mensch in Princeton weltberühmten Mathematikern und Physikern wie Albert Einstein, Robert Oppenheimer, Johann von Neumann und Norbert Wiener. Mit 23 Jahren wurde er Dozent am MIT in Bosten. Mit seinen Beiträgen zur Spieltheorie beeinflusste er grundlegend die Entwicklung der Wirtschaftswissenschaften. Dann geschah das Unfassbare: Er erkrankte an paranoider Schizophrenie und es folgten Jahrzehnte der Krankheit. Schließlich wurde er wieder gesund - das ist bei dieser Krankheit völlig unwahrscheinlich - und arbeitete auch wieder. 1994 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Ein Taschenbuch mit knapp 600 Seiten. Man liest nicht nur über John Nash, man liest die Zeit, die er erlebte und in der er lebte, und man lernt viele andere Mathematiker kennen. Dabei erfährt man Wesentliches und natürlich auch das reizvolle Unwesentliche wie etwa, dass Serge Lang sehr schüchtern Frauen gegenüber war und Emil Artin gern in schwarzem Ledermantel und Sandalen auftrat.

Die Biographie ist zudem eine Geschichte der Mathematik in den USA im 20. Jahrhundert. Auch das ist ein Grund, sie zu lesen. Der MT wünscht Ihnen Spaß bei der Lektüre (nev).