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Das mathematische Weihnachtsgeschenk 2005

Sie suchen ein mathematisches Weihnachtsgeschenk für Ihren Mann, Ihre Frau, Ihren Lebensgefährten, Ihre Lebensabschnittsgefährtin oder Ihre Kinder, die den Kindesbeinen teilweise schon entwachsen sind? Oder Sie wollen sich einfach selber was gönnen? Und außerdem muss Ihnen nicht erklärt werden, wie zauberhaft Primzahlen sind? Dann nehmen Sie doch einfach das folgende Buch:

Marcus du Sautoy,
Die Musik der Primzahlen,
Auf den Spuren des größten Rätsels der Mathematik
München 2004

Testen Sie denjenigen, dem Sie das Buch schenken wollen, also vielleicht sich selber, durch Folgendes: Es gibt wirklich viele Primzahlen. Gäbe es nur endlich viele, also etwa nur ca. 10 hoch 100 oder ein paar mehr, so würden wir alle miteinander multiplizieren und dann 1 addieren. Ist diese neue Zahl - sie ist übrigens nun doch schon recht groß - wieder eine Primzahl, so hätten wir vorher nicht alle gehabt, Widerspruch. Ist diese Zahl keine Primzahl, so lässt sie sich in Primfaktoren zerlegen und dann entstehen neue Primzahlen, also welche, die wir vorher nicht hatten; dafür sorgt die dazuaddierte 1 - wieder ein Widerspruch. Es gibt also unendlich viele Primzahlen.

Nun also endlich der Test: Rührt dieser Beweis den  möglichen Adressaten des Geschenks zu Tränen, so hat er einen natürlichen Hang zur Mathematik und Sie liegen mit dem Buch richtig.

Der Autor ist Mathematikprofessor an der Universität Oxford, und in dem Buch geht es dann im Weiteren um das größte Problem der Mathematik an sich, nämlich um die Riemannsche Vermutung. Aber keine Angst vor schrecklichen Formeln, es macht wirklich Freude, das Buch zu lesen und in die Geschichte der Erforschung der Primzahlen einzusteigen.

(Nev)

 
 
Saturday, 25. November 2017 / 12:20:37