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Mathematikunterricht in Russland

von Anna Pinshenina

Vor einiger Zeit tauchte plötzlich Anna Pinshenina aus Jekaterinburg in meinem Mathematikunterricht auf. Sie sprach hervorragend Deutsch und arbeitete nach eine kurzen Aufwärmphase zügig mit, etwa so, dass sie in  meiner 8c an der Tafel vorrechnete. Ich durfte feststellen, dass sie sehr viel sorgfältiger und ordentlicher Lösungen darstellte als wir, also meine 8c und ich, es von uns gewohnt waren. Ich bat sie, uns etwas von ihrem Mathematikunterricht in ihrer Schule zu erzählen.      ( nev)     

Bild von Anna PinsheninaZuerst möchte ich sagen, dass ich von der ersten Klasse im Gymnasium mit Schwerpunkt Deutsch in der Stadt Jekaterinburg in Russland lerne. Wir haben dreistockiges Schulgebäude mit dem kleinen Schulhof daneben und dem Sportplatz hinter der Schule, wo wir im Winter Eiskunstlauf für Sport haben und im Frühling auch gerne Fußball spielen können. Unser Gymnasium ist nicht so groß, wie CFG, aber trotzdem gibt es bei uns 750 Schüler und ungefähr 55 Lehrer. Und jetzt was direkt Matheunterrichten betrifft…

Wir haben Mathe bei der schon ziemlich alten Frau und haben 5 Stunden Mathe pro Woche: 3 Stunden Algebra und 2 Stunden Geometrie. Ich mag lieber natürlich Algebra, weil ich sie besser verstehen kann und weil sie, meiner Meinung nach, viel spannender und interessanter, als Geometrie ist. Die Stunde ist bei uns 5 Minuten kürzer, aber das spielt eigentlich fast keine Rolle. Man muss sagen, dass bei uns, mindestens bei mir in der Klasse, wo es 24 Schüler gibt, existieren 2 verschiedene Gruppe der Schüler: sogenannte Gruppe der Lieblingen Schüler von dem Lehrer und andere Schüler. Die Gruppe der Lieblingen existiert nur deswegen, dass diese Schüler immer die Hausaufgaben machen, besser als alle andere das Thema verstehen wollen und können und helfen können, wenn die andere etwas nicht wirklich machen können. Die anderen sind einfach nicht so fleißig und ordentlich. Überhaupt bei dem Stundenablauf gibt es kein offensichtliches Unterschied zwischen uns und euch. Man fragt auch die Schüler an der Tafel, irgendwelche mathematische Regeln oder etwas zu rechnen  und man schreibt auch verschiedene Klassenarbeiten und Kontrollarbeiten, aber öfter als bei euch, viel öfter, glaube ich, weil wir fast jede Stunde etwas selbstständig schreiben können. Es ist manchmal ganz anstrengend, wenn man keine richtige Vorstellung über das Thema hat. Bei uns stellt man aber die Noten, immer wenn man etwas an der Tafel gemacht hat. Bei uns gibt es aber auch manchmal, meistens am Ende des Schulteils die sogenannte Quizstunden, wenn wir etwas neues über die Gelehrten, die ihr Leben der Entwicklung der Mathe und Geometrie gewidmet haben, erfahren. Wir antworten auf die Fragen oder erraten die Kreuzworträtseln. Es macht immer Spaß, weil man sich in dieser Zeit von ganz gewöhnlichen, meistens komplizierten Mathestunden erholt. Außerdem gibt es auch bei uns 2 Mal im Jahr Olympiaden, wohin die beste Schüler gehen, um ihre Kenntnisse benutzen zu  können. Sonst geht es aber alles ähnlich..

Mit der Ehre von Anna Pinshenina

PS: ich hoffe, dass es alles, was ich gerade geschrieben habe, war genau so, dass Sie von mir bekommen wollten. Und ich möchte auch entschuldigen, dass ich diese Arbeit nur jetzt geschafft habe, obwohl ich sie schon vor langem machen musste.

 
 
Tuesday, 21. November 2017 / 06:58:07