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Mathe-Treff: Magazin - Mathe & Leute
Der neue Fachdezernent Mathematik bei der Bez.Reg. Düsseldorf Norbert Stirba

MT: Sehr geehrter Herr Stirba, seit kurzer Zeit sind Sie Fachdezernent für Mathematik bei der Bezirksregierung in Düsseldorf. Mit Ihnen und Herrn van Briel haben wir nun zwei Mathematikdezernenten. Welche Etappen waren in Ihrem beruflichen Werdegang für Sie wichtig?

NSt: Nach 25 Jahren unterrichtlicher Tätigkeit in den Fächern Mathematik, Physik und Informatik und zuletzt 4 1/2 Jahren als Schulleiter am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Duisburg, habe ich nun die Vision, auch auf der Ebene der Bezirksregierung vieles oder zumindest einiges für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und auch meine Fächer bewegen zu können in enger Kooperation mit den Schulen.

MT: Was interessiert Sie an der Mathematik besonders?

NSt: Wegen meiner weiteren Fächer insbesondere die Anwendungsorientierung sowie der Computereinsatz.

MT: Was sind für Sie die wesentlichen Merkmale von gutem Mathematikuntericht?

NSt: Motivation, fachliche Korrektheit und Widerspruchsfreiheit, Methodenvielfalt, Innovationsfreude.

MT: Wo sehen Sie für sich als Fachdezernent Gestaltungsräume im Fach Mathematik?

NSt: In den Punkten der vorherigen Frage.

MT: Bei der Sichtung der Abiturvorschläge Anfang Februar haben Sie sehr viele Abituraufgaben gelesen. Welchen Eindruck hatten Sie?

NSt: Nach meiner persönlichen Statistik haben etwa 14% der Aufgaben einen guten Anwendungsbezug, wie die Lehrpläne empfehlen, bei manchen Aufgaben war dieser Bezug sehr künstlich. Ich habe die Hoffnung, dass die Schülerinnen und Schüler nicht erst in der Abiturprüfung diesen Aufgabentyp kennen lernen, das wäre sonst sehr ungerecht und unfair den Schüler/innen gegenüber.

MT: Viele Lehrerinnen und Lehrer sehen die aktuellen Ideen des Ministeriums sehr kritisch. Beispiel: Versetzungsordnungen müssen schon nach einem Jahr wegen mangelnder Sinnhaftigkeit korrigiert werden.
Welche Rolle spielt dann die Schulaufsicht?

NSt: Hier sollte die Schulaufsicht die Mittlerrolle übernehmen und frühzeitig Fehlentwicklungen mit dem Ministerium besprechen und wo möglich verhindern.

MT: Sie skaten gerne, ein Ausgleich zu Ihrer komplizierten Arbeit in der Bezirksregierung, zu der wir Ihren viel Erfolg wünschen.

NSt: Danke für die guten Wünsche, ein wenig Ausgleichssport ist wegen der vielen Sitzungen gesundheitlich dringend nötig. Zum Skaten hat mich meine Tochter Svenja (18 Jahre) erst vor einem Jahr gebracht, mein Sohn Florian (10 Jahre) hat sich auch animieren lassen. Außerdem habe ich in der freien Natur die besten Einfälle. Wenn das Wetter nicht zum Skaten taugt, fahre ich auch gern mit dem Fahrrad.