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Mathe-Treff: Eindrücke von der Genehmigung der Abiturvorschläge im Fach Mathematik im Abitur 2005

Auch in diesem Jahr erhielten wir wieder ausgezeichnete nahezu druckreif ausgearbeitete Vorlagen zum Abitur 2005. Leider konnte man trotz des Qualitätszuwachses bei vielen Vorschlägen erkennen, dass einige Lehrerinnen und Lehrer die 3jährige Sperrfrist nicht beachteten. Wir deuten dies so, dass die Beteiligten, weil sie ja wahrscheinlich zum letzen Mal einen Abiturvorschlag machten, (Im nächsten Jahr, dem letzten vor dem Zentralabitur sind wahrscheinlich andere beteiligt) in ihr Archiv gegriffen haben und dabei die Sperrfrist übersahen. Andere ärgerliche Beanstandungen resultierten aus der Tatsache, dass uns nicht genau die Aufgabenstellung vorgelegt wurde, die später auch den Schülerinnen und Schülern vorgelegt werden und dass die gute und ausreichende Leistung nicht beschrieben wurde und auch kein Punktesystem vorgelegt wurde. Damit ergaben sich, obwohl die Qualität der Vorschläge wesentlich besser war die gleiche Beanstandungsquote wie im letzten Jahr. Zusammen mit Herrn van Briel und 7 Fachberater/innen haben wir 785 Abiturvorschläge bearbeitet, 32% wurden beanstandet, wobei 20,1% substantiell beanstandet wurden.

Im Hinblick auf das Zentralabitur in 2 Jahren ist einerseits zu bedauern, dass die Vielfalt im Lande dann nicht mehr vorliegen wird, andererseits wird natürlich sowohl auf unserer Seite als auch auf der Seite der Lehrerinnen und Lehrer damit die Arbeitsbelastung reduziert. Ob sich dies in einer Qualitätsverbesserung auf der Seite der Schülerinnen und Schüler niederschlägt, wird abzuwarten sein.

Im Hinblick auf die zentral gestellten Aufgaben möchte ich jedoch jetzt schon einige Hinweise geben. Die zentralen Aufgaben werden, wie man den im Netz verfügbaren Hinweisen des MSJK entnehmen kann, aus Anwendungszusammenhängen entstammen. Bei der Durchsicht der diesjährigen Vorschläge in Mathematik waren einige Anwendungszusammenhänge besonders im Bereich der analytischen Geometrie so gekünstelt, (z.B. eine seitliche Neigungsmöglichkeit der Abfahrtsbahn einer Skihalle) dass man daraus nur schließen kann, dass im Unterricht diese Anwendungsaufgaben eine geringe Rolle gespielt haben. Damit war das mathematische Modellieren aus einem solchen Zusammenhang bisher wahrscheinlich nicht eingefordert worden. Die zentralen Aufgaben werden dies jedoch fordern und im Hinblick auf die Schülerinnen und Schüler ist es dringend nötig, dies auch jetzt schon mit Ihnen zu üben. Die Vergleichsklausur 11 am 8.6.05 bietet dazu eine Orientierung und wir werden die Schulen dazu fachaufsichtlich in den nächsten beiden Jahren mit Beispielaufgaben auch zum Einsatz von Computeralgebrasystemen unterstützen.

Bleiben Sie was Ihren Arbeitseinsatz für ein anspruchsvolles und modernes Abitur in Mathematik angeht auf dem eingeschlagenen Weg, zwei Drittel der vorgelegten Aufgaben waren ausgezeichnet, wir unterstützen Sie so weit wir dürfen und können!

Norbert Stirba, Fachdezernent für Mathematik bei der Bezirksregierung Düsseldorf