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Mathe-Treff: VERA (Vergleichsarbeit 4) im Schuljahr 2004/2005

Ein Bericht von Katarina Butzert

Vera findet man in unserer vierten Klasse. Und das ist nicht nur an unserer Schule so, sondern in ganz Deutschland. Die Kinder meiner Klasse stehen ihrer neuen Mitschülerin offen gegenüber. Mehr Eindruck hinterlässt Vera bei den Eltern und uns Lehrern. Bei Vera handelt es sich natürlich nicht um ein Mädchen, sondern um die Abkürzung für Vergleichsarbeit. Diese Arbeit nun wurde in der Grundschule am 28. September in Mathematik geschrieben.

Schon in der Zeit vom 14. bis zum 25. Juni gab es einen Probelauf. So konnte überprüft werden, ob man technisch zur Durchführung von Vera in der Lage ist. Natürlich hoffte jeder, einen Hinweis auf die Aufgaben zu erhaschen, aber das war nicht so. In den langen Sommerferien dachte keiner mehr so recht an Vera, aber pünktlich zum ersten Schultag war sie wieder präsent. Frau Ute Schäfer schickte Elternbriefe und Poster für das Treppenhaus der Schule. Beim ersten Elternabend versicherte ich den Eltern, dass unsere Kinder gut vorbereitet seien und somit nichts zu befürchten hätten.

In der ersten Septemberhälfte hatte ich dann die Gelegenheit, für die Aufgaben 11 bis 20 aus jeweils 4 Beispielen eines für meine Klasse auszuwählen. In den meisten Fällen entschied ich mich für die anspruchvollste Aufgabe. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob das klug von mir war. Schließlich würden die Ergebnisse ja später veröffentlicht. Am 24. September gab es dann die Aufgaben 1 bis 10, die für alle Schüler der vierten Schuljahre identisch sind. Der erste Schreck kam bei Aufgabe 2:  Punkt- vor Strichrechnung und Klammerrechnen hatten wir noch gar nicht durchgenommen. Der Rest der Aufgaben erschien mir teilweise auf recht hohem Niveau, aber dennoch leistbar.

Am 28. September war es dann endlich so weit. Jede Schülerin und jeder Schüler bekam einen dicken Papierstapel mit dem Hinweis auf die 50-minütige Bearbeitungszeit. „Das schaffen wir nie!“, stöhnten einige sofort. Ich bin froh, dass sich diese Sorge nicht bewahrheitete. Die meisten Kinder konnten alle Aufgaben bearbeiten. Noch am gleichen Tag bekam ich die Korrekturhinweise. Jeder Fehler muss einer Gruppe zugeordnet werden. Die Korrektur und die Eingabe der Ergebnisse muss bis zum 15. November erfolgen.

Mein persönliches Fazit zu Vera:

Die Vergleichsarbeit Mathematik war von recht hohem Niveau, hatte aber auch Aufgaben für leistungsschwächere Schüler. Der technische Ablauf funktionierte einwandfrei, der Kopieraufwand jedoch war enorm. Meine Schüler gingen motiviert an die Arbeit und fanden den Gedanken interessant, dass z. B. der Cousin in Berlin im gleichen Moment dieselben Aufgaben löst.