Hauptnavigation



 
Planen und Bauen - Integrierte Ländliche Entwicklung/ Dorfentwicklung
 

 
 

02.05.2016

Dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtungen

Durch die fortschreitende Konzentration wichtiger Versorgungseinrichtungen auf wenige Standorte sind in einigen ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens zunehmend Lücken in der örtlichen Infrastruktur entstanden. So ist in vielen Dörfern die Postfiliale oder die Arztpraxis bereits seit Jahren geschlossen, die Gastwirtschaft neben der Kirche verwaist und kleine Einzelhandelsgeschäfte sind auf dem Rückzug, da sie in dieser Form wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Problematisch sind diese Entwicklungen besonders für diejenigen, die nicht mobil genug sind, in entfernte Zentren zu fahren, um ihre Einkäufe zu tätigen oder andere Angelegenheiten zu regeln.

Die Förderung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen, die der Grundversorgung der ländlichen Wirtschaft und der Bevölkerung dienen, sowie die Unterstützung von Freizeit- und kulturellen Einrichtungen sollen dem entgegenwirken. Dabei ist eine Kombination von verschiedenen Angeboten sinnvoll: ein Gebäude wird z. B. als Dorftreffpunkt eingerichtet, der über Gemeinschaftsräume und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten verfügt sowie Dienstleistungsangebote für den täglichen Bedarf der Einwohner bietet.

Folgende Maßnahmen können gefördert werden:

  • der Umbau eines Bestandsgebäudes zu einer dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtung
  • die funktionale Weiterentwicklung einer bestehenden dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtung
  • der Neubau einer dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtung, nur unter der Voraussetzung, dass
    • ein Nachweis erbracht werden kann, dass der Umbau eines Bestandsgebäudes nicht möglich ist,
    • die Möglichkeiten der Nutzung von Bestandsgebäuden geprüft wurde und diese Prüfung dokumentiert ist,
    • die Einrichtung multifunktional gestaltet wird.

Zuwendungsempfänger

Gemeinden

Konditionen

  • 45 % der förderfähigen Kosten ohne Konzeptgrundlage
  • 65 % auf Grundlage eines DIEK oder IKEK 
  • Bagatellgrenze: 12.500 € Zuwendung
  • die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig
  • die Aufwendungen für Architekten- und Planungsleistungen sind auf 15% der zuwendungsfähigen Ausgaben begrenzt

Fördervoraussetzungen

Weitere Informationen und Formulare:

Bitte wenden Sie sich vor der Antragstellung zuerst an uns zur Klärung über die grundsätzliche Förderfähigkeit Ihres Vorhabens und Terminabsprache für eine Besichtigung.


© Europäische Kommission Maßnahmen der integrierten ländlichen Entwicklung können im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung mit Mitteln der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden. EU-Portal zur ländlichen Entwicklung 2014-2020