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Planen und Bauen - Regionalentwicklung
 

 
 

27.09.2017

Der Pendlerdruck in der Planungsregion Düsseldorf nimmt weiter zu!

Eine Analyse der Pendlerrechnung NRW für den Zeitraum 30. Juni 2010 – 30. Juni 2015 zeigt eine Zunahme von Einpendlerströmen (Tagespendler) in die Kommunen der Planungsregion Düsseldorf von rund 8,5 % in diesem Zeitraum. Dieser Zeitraum wird für alle weiter genannten Zahlen berücksichtigt. In absoluten Zahlen gesprochen bedeutet das eine Erhöhung der Tagespendlerzahl um rund 71.000 Pendler die tagtäglich in eine Kommune der Planungsregion einpendeln. Spitzenreiter in dieser Untersuchungskategorie bei der absoluten Zunahme ist die Stadt Düsseldorf mit rund 15.000 hinzugewonnenen Einpendlern.

Bemerkenswert ist, dass neben den Steigerungsraten der kreisfreien Städte Mönchengladbach, Remscheid und Solingen im zweistelligen Bereich auch deutlich kleinere Kommunen in den Kreisen Kleve, Mettmann, Viersen und dem Rhein-Kreis Neuss ebenfalls zweistellige Zuwächse verzeichnen können. Absoluter Spitzenreiter bei der prozentualen Steigerung des Einpendleraufkommens ist die Gemeinde Weeze; dort konnte in dem oben genannten Zeitraum eine Zunahme von rund 82 % verzeichnet werden, allerdings entspricht das nur einem Zuwachs von rund 1700 Einpendlern.

Eine ebenso wichtige Größe bei der Betrachtung des Pendleraufkommens sind die innergemeindlichen Pendler, also Pendler die Ihre Wohnortkommunen nicht verlassen um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Auch bei der Betrachtung dieser Größe steht die Stadt Düsseldorf im absoluten Vergleich an der Spitze. Es gab eine Steigerung von rund 16.000 innergemeindlichen Pendlern auf ein Gesamtaufkommen von innergemeindlichen Pendlern von rund 215.000 in der Stadt Düsseldorf. In einem Zuwachsbereich von rund 3.000 – 7.000 innergemeindlichen Pendlern folgen die kreisfreien Städte Krefeld, Mönchenglachbach, Solingen und Wuppertal und die kreisangehörige Stadt Neuss.

Die Betrachtung der relativen Zuwächse der innergemeindlichen Pendlern zeigt vor allem in einigen Kommunen des Rhein-Kreises Neuss, des Kreises Kleve und des Kreises Viersen zweistellige Zuwächse. Solche Zuwachsraten werden sonst in keiner kreisfreien Stadt erreicht.

Die Pendlerrechnung NRW umfasst in Ihrer derzeitigen Form keine Informationen über den Modal Split. So ist leider keine Einschätzung der Verteilung der Pendler auf die verschiedenen Verkehrsmittel und die damit verbundene Belastung der verschiedenen Verkehrsinfrastrukturen möglich. Einzig die Aussage, dass die Belastung der verschiedenen Verkehrssysteme durch das große Pendleraufkommen zugenommen hat, wird bereits jeder gespürt haben. Um auch zukünftig das Verkehrsgeschehen in der Region und insbesondere in den Siedlungsräumen verträglich und flüssig abwickeln zu können wird es daher von zunehmender Wichtigkeit sein, eine intelligente Zuordnung der verschiedenen Nutzungen und eine ebenso intelligente Gestaltung der Verkehrssysteme anzustreben.

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