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Planen und Bauen - Regionalentwicklung
 

 
 

05.10.2017

Die landesplanerische Prüfung des großflächigen Einzelhandels

Mit dem Landesentwicklungsplan – Sachlicher Teilplan Großflächiger Einzelhandel – wird die Entwicklung des großflächigen Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen seitens der Landesplanungsbehörde neu definiert. Absicht dieser gesetzlichen Regelung ist es, die Zentren als Handels-, Arbeits- und Wohnstandorte zu stärken, landesweit ausgewogene Versorgungsstrukturen zu erhalten und einen schonenden Umgang mit Flächen zu gewährleisten. Dazu sollen durch die Steuerung der Entwicklung im großflächigen Einzelhandel die Innenstädte und Stadteilzentren gestärkt werden.

Die landesplanerische Prüfung durch die Regionalplanungsbehörde dient zur Klärung, ob ein großflächiges Einzelhandelsprojekt an einem dafür geeigneten Standort in einer angemessenen Größenordnung geplant ist. Zweck dieses Verfahrens ist es nicht, den Strukturwandel im Handel zu verhindern oder gar neuen Betriebs- und Vertriebsformen den Zugang zum Markt zu verwehren. Dahinter steht vielmehr die Absicht, die planende Kommune selbst und insbesondere ihre Nachbarn vor unzumutbaren negativen Auswirkungen solcher Projekte zu schützen.

Viele Kommunen versorgen nicht nur die eigene Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen, sondern auch die Einwohner der benachbarten Städte und Gemeinden. Über ein hierarchisch abgestuftes Netz „Zentraler Orte“ wird in allen Teilen des Landes langfristig eine gleichwertige, flächendeckende und zugleich wirtschaftliche Versorgung planerisch sichergestellt. Besonders wichtig ist dabei, Angebote für die kurzfristige, tägliche Bedarfsdeckung in der Nähe der Wohnung zu schaffen und zu erhalten.

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