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Planen und Bauen - Regionalentwicklung
 

 
 

05.10.2017

Klimaanpassung

Der durch anthropogene Treibhausgasemissionen ausgelöste Klimawandel hat bereits jetzt weltweite Auswirkungen und diese werden sich ungeachtet aller Klimaschutzmaßnahmen weiter verstärken. Klimaschutz, d.h. die Vermeidung oder Begrenzung weiterer Treibhausgasemissionen, kann hier nur Schlimmeres verhindern bzw. den Grad des fortscheitenden Klimawandels reduzieren. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, sich auch über die Anpassung der Raumstrukturen an den Klimawandel Gedanken zu machen („Klimaanpassung“).

Doch zunächst einmal ist zu fragen, welchen Auswirkungen in unserer Region drohen. Möglich sind hier nach der Arbeit Regionaler Klimaatlas für Deutschland“ der Helmholtz-Gemeinschaft unter anderem eine deutliche Zunahme heißer Tage und eine starke Verringerung der Niederschläge. Die Schwankungsbreiten der Prognose (Minimum/Maximum) sind dabei aber noch groß. In jedem Fall kann man die Prognosen von diesem Klimaatlas inzwischen im Internet abrufen. Der Nutzer kann dabei verschiedene Klimaelemente, etwa Temperatur, Niederschlag und Wind, auswählen und sich mögliche künftige Änderungen zu unterschiedlichen Jahreszeiten anzeigen lassen.

Nähere Informationen zu sektoralen Auswirkungen des Klimawandels auf NRW finden Interessierte ferner in der Studie „Klimawandel in Nordrhein-Westfalen – Regionale Abschätzung der Anfälligkeit ausgewählter Sektoren“ des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK):

Bezüglich der Anpassung der Raumstrukturen an den Klimawandel ist die Regionalplanung mit ihrem überfachlichen und überörtlichen Ansatz eine maßgebliche Institution, um integrative Vorsorgestrategien zu entwickeln und umzusetzen. Planerisch geht es hier vor allem um langfristige Risikovorsorge, wie z.B. das Freihalten der Überflutungsflächen zur Pufferung von Extremereignissen. Hier sei beispielsweise auf die 35. Änderung des Regionalplans verwiesen.

Auch andere klassische Zielsetzungen, wie z.B. die Freihaltung regionaler Grünzüge und der Schutz von Kaltluftentstehungsgebieten bekommen durch den Klimaschutz an neuem Gewicht. Gleichzeitig kommen Themen wie der Schutz vor Erosion zunehmend auch in Teilgebieten als Thema hinzu, die bisher kaum davon betroffen waren.

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