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Planen und Bauen - Regionalplan
 

 
 

28.09.2000

11. Änderung des GEP 99 - Darstellung von Bereichen für den Schutz der Natur (BSN) sowie Bereichen für den Schutz der Landschaft und die landschaftsorientierte Erholung (BSLE) im Rahmen der Umsetzung der FFH- und Vogelschutzrichtlinie der EU

Durch das zusammenhängende ökologische Netz besonderer Schutzgebiete "Natura 2000" soll die Erhaltung des europäischen Naturerbes bzw. der biologischen Vielfalt gesichert und gefördert sowie ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung geleistet werden. Dieses Netz umfasst die Gebiete zum Schutz gefährdeter Lebensräume und zugehöriger Tier- und Pflanzenarten (FFH-Gebiete) sowie die Europäischen Vogelschutzgebiete gemäß der Vogelschutzrichtlinie. Die Mitgliedsstaaten der EU sind verpflichtet, die für das europäische Netz "Natura 2000" besonders geeigneten Gebiete zu benennen, um eine weitere Gefährdung der dort genannten Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten zu verhindern bzw. Maßnahmen zur Wiederherstellung ihrer Lebensräume zu ergreifen.

Mit dem Kabinettsbeschluss vom 21.11.2000 und Weiterleitung der gemeldeten Gebiete über das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) an die EU ist das Meldeverfahren für Nordrhein-Westfalen zum Abschluss gebracht worden .

Der Regionalrat hat in seiner 4. Sitzung am 29.11.2001 den Erarbeitungsbeschluss für die 11. Änderung des Gebietsentwicklungsplanes für den Regierungsbezirk Düsseldorf GEP 99) zur Umsetzung der FFH- und Vogelschutzrichtlinie der EU gefasst.

Die FFH-Gebiete sind gemäß einem Erlass der Landesplanungsbehörde grundsätzlich als BSN und die Vogelschutzgebiete differenziert als BSN oder BSLE im Gebietsentwicklungsplan darzustellen. Der Düsseldorfer GEP 99 wird dieser Forderung bereits überwiegend gerecht. Durch ihn sind jetzt schon 96 % der FFH- und Vogelschutzgebietsflächen abgesichert, so dass es in der 11. Änderung des GEP 99 unter Berücksichtigung regionalplanerischer Darstellungsschärfe nur noch entsprechender Erweiterungen der BSN- und der BSLE-Darstellungen bedarf. Mit diesen Erweiterungen werden die restlichen 4 % der Natura 2000-Gebietsflächen landesplanerisch abgesichert. Die Erläuterungskarte 2 "Landschaft" des GEP 99 wird um die gemeldeten FFH- und Vogelschutzgebiete ergänzt.

Des Weiteren wird in der textlichen Darstellung des GEP 99 die Erläuterung (7. Absatz ) zu Kapitel 2.4 Schutz der Natur aktualisiert und mit der Nennung der Konfliktpotenziale für die Natura 2000-Gebiete zu einzelnen Darstellungen des GEP 99 ergänzt.

Über 210 Verfahrensbeteiligte konnten bis zum 08.03.2002 ihre Stellungnahme zu der geplanten GEP-Änderung abgeben. Die Bedenken und Anregungen wurden am 23.04 .2002 im Dienstgebäude der Bezirksregierung erörtert. Der Regionalrat hat den Aufstellungsbeschluss zur 11. GEP-Änderung in seiner Sitzung am 11.07.2002 gefasst.

Mit Bekanntmachung der Genehmigung vom 01.10.2002 durch die Landesplanungsbehörde im Gesetz- und Verordnungsblatt NRW ist die 11. GEP-Änderung am 27.01.2003 ein Ziel der Raumordnung geworden.

 Verfahrensablauf:

Erarbeitungsbeschluss: 29.11.2001 Karte: Übersicht, Blatt 1, Blatt 2, Blatt 3, Blatt 4, Blatt 5, Blatt 6, Blatt 7, Blatt 8, Blatt 9, Blatt 10, Blatt 11, Blatt 12, Blatt 13, Blatt 14
Erörterungstermin: 23.04.2002
Aufstellungsbeschluss: 11.07.2002 Karte: Blatt 15
Genehmigung: 01.10.2002 Karte: Blatt 1, Blatt 2, Blatt 3, Blatt 4, Blatt 5, Blatt 6, Blatt 7, Blatt 8, Blatt 9, Blatt 10, Blatt 11, Blatt 12, Blatt 13, Blatt 14, Blatt 15
Bekanntmachung: 27.01.2003 (GV. NRW 2003, Nr.3, Seite 31)


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