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Planen und Bauen - Regionalplan
 

 
 

19.08.2011

64. Änderung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Düsseldorf (GEP 99) im Gebiet der Stadt Dinslaken und der Gemeinde Hünxe

Umnutzung Zechengelände und Bergehalde Lohberg zu Siedlungs- und Freiraumbereichen

Mit der 64. Änderung des Regionalplans sollen auf dem Gebiet der Stadt Dinslaken und der Gemeinde Hünxe die regionalplanerischen Voraussetzungen für die Nachfolgenutzung im Bereich des ehemaligen Zechengeländes Lohberg geschaffen werden. Es sind zukünftig sowohl gewerbliche als auch Wohnnutzungen geplant. Außerdem soll die angrenzende Bergehalde in Form eines Grünzuges in den Siedlungsraum hinein einbezogen werden („Bergpark“).

Der Regionalplan stellt im Bereich des Zechenareals einen Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB) dar mit einer besonderen Zweckbindung für übertägige Betriebsanlagen und -einrichtungen des Bergbaus. Die östlich des Zechengeländes gelegene bereits fertig geschüttete Bergehalde ist dargestellt als Waldbereich, überlagert durch die Darstellung als Regionaler Grünzug, Bereich für den Schutz der Landschaft und die landschaftsorientierte Erholung (BSLE) mit der Zweckbindung Aufschüttungen und Ablagerungen / Halde.

Vor diesem Hintergrund und auf Grundlage erster Gestaltungskonzepte der Stadt Dinslaken ist vorgesehen, im südöstlichen Bereich des Zechengeländes lediglich die Zweckbestim­mung für zweckgebundene Nutzungen – übertägige Betriebsanlagen und -einrichtungen des Bergbaus – zurückzunehmen, so dass hier eine Darstellung als GIB verbleibt. Im westlichen Planbereich entlang der Hünxer Straße sowie im Norden des ehemaligen Zechengeländes ist eine Darstellung von Allgemeinem Siedlungsbereich vorgesehen. Für den „Bergpark“ ist eine Darstellung als Allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich mit den überlagernden Frei­raumfunktionen Regionaler Grünzug sowie BSLE vorgesehen. Der im Norden des Plangebietes gelegene Bereich der ehemaligen Kohlenlagerfläche im Gemeindegebiet Hünxe soll, um zukünftig für eine Grubenwasseraufbereitungsanlage verfügbar zu bleiben, als Allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich dargestellt werden. Im unmittelbar nördlich anschließenden Freiraum (südlich der Ortslage Hünxe-Bruckhausen) sollen zudem die überlagernden Freiraumfunktionen Bereich für den Schutz der Landschaft und die landschaftsorientierte Erholung (BSLE) dargestellt werden.

Für den Zugewinn an Siedlungsbereich ist vorgesehen, im Raum zwischen den Ortsteilen Averbruch, Hiesfeld und Barmingholten in Form eines Flächentausches entsprechend Siedlungsbereiche in einer Größenordnung von ca. 24 ha zu streichen und dort Allgemeinen Freiraum- und Agrarbereich mit den überlagernden Funktionen Bereich für den Schutz der Landschaft und die landschaftsorientierte Erholung (BSLE) sowie Regionaler Grünzug (RGZ) darzustellen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in diesem Verfahren eine Umweltprüfung durchgeführt wird. Der Öffentlichkeit und öffentlichen Stellen, deren Aufgabenbereich von den Umweltauswirkungen berührt werden, wird nunmehr Gelegenheit gegeben, zum Planentwurf, zur Begründung und zum Umweltbericht Stellung zu nehmen.

Da es sich bei dem Verfahren um eine Änderung des Regionalplanes mit begrenzter Komplexität handelt, ist eine Verkürzung der Frist für das Beteiligungsverfahren gemäß § 14 Abs. 2 Landesplanungsgesetz (LPlG) auf zwei Monate vorgesehen.

Der Regionalrat des Regierungsbezirks Düsseldorf hat in seiner 35. Sitzung am 18.06.2009 unter TOP 6 beschlossen, das Verfahren zur Erarbeitung der 64. Änderung des Regionalplans im Gebiet der Stadt Dinslaken und der Gemeinde Hünxe entsprechend der Sitzungsvorlage einzuleiten.

Die Verfahrensbeteiligten haben nunmehr Gelegenheit, sich innerhalb einer Frist von zwei Monaten zu der beabsichtigten Regionalplan-Änderung zu äußern (vgl. § 14 Abs. 2 LPlG). Die Frist für die Abgabe der Stellungnahmen endet am 04.09.2009.

Darüber hinaus ist auch der Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, zum Planentwurf und zur Begründung Stellung zu nehmen (vgl. § 14 Abs. 3 LPlG).

Die Vorlage zur 64. Regionalplan-Änderung wird in der Zeit vom 24.07.2009 bis (einschließlich) 25.09.2009 bei der Bezirksregierung Düsseldorf sowie beim Kreis Wesel zu jedermanns Einsicht öffentlich ausgelegt. Anregungen und Bedenken sind bis zum 25.09.2009 bei der Bezirksregierung Düsseldorf oder bei beim Kreis Wesel geltend zu machen.

Nach Ablauf der Beteiligungsfrist im Oktober 2009 geht die Planungshoheit für das Verbandsgebiet des Regionalverbandes Ruhr (RVR), zu dem auch das Gebiet des Kreises Wesel und somit der Stadt Voerde gehört, an die Geschäftsführerin bzw. den Geschäftsführer des Regionalverbandes Ruhr als dann zuständige Regionalplanungsbehörde über.

Das Verfahren wird daher nicht durch den Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf zum Abschluss gebracht werden, sondern zur weiteren Durchführung an den Regionalverband Ruhr übergeben.

Die Unterlagen zum weiteren Verfahren finden Sie unter folgendem Link.

 

Verfahrensablauf:

Erarbeitungsbeschluss: 18.06.2009 Karte
Erörterungstermin: Übernahme duch RVR  
Aufstellungsbeschluss: Übernahme duch RVR  
Genehmigung:    
Bekanntmachung:    


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