Mit Schreiben vom 04.03.2010 hat die Bayer Material Science AG der Bezirksregierung Düsseldorf mitgeteilt, dass beim Rheindüker zwischen Köln-Worringen und Monheim sowie an 9 weiteren Kreuzungsstellen andere Stahlsorten anstelle der genehmigten Stahlsorte verbaut worden sind (Stahlsorten L415 MB und L360 MB statt L485 MB).
Die Bayer Material Science AG reagierte damit auf eine Aufforderung der Bezirksregierung Düsseldorf, das Rohrbuch der CO-Pipeline vorzulegen, welches eine zusammenfassende Darstellung des eingesetzten Rohrmaterials enthält. Diese Aufforderung erging anlässlich der Information der Bayer Material Science AG im Februar 2010, dass beim Bau des Rheindükers im Jahre 2006 die vorgenannten Stahlsorten für das Pipelinerohr verbaut worden sind.
Durch die Vorlage des Rohrbuches, das bislang erst für den nördlichen Pipelineabschnitt (Baulos 2) abschließend vom Sachverständigen geprüft wurde, wird der Bezirksregierung Düsseldorf nunmehr ermöglicht, zu prüfen, welches Rohrmaterial im Verlauf der gesamten, nahezu fertig gestellten Pipeline eingebaut wurde.
Eine verfahrensrechtliche Erklärung der Bayer Material Science AG zum weiteren Vorgehen in dieser Angelegenheit liegt der Bezirksregierung bislang nicht vor. Die Bezirksregierung geht davon aus, dass ein Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich werden wird.
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