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Pressemitteilung
 

 
 

25.07.2014

Regierungspräsidentin Anne Lütkes überreicht Anerkennungsurkunde für die „Bonnekampstiftung für die integrative Stadt“

Regierungspräsidentin Anne Lütkes hat heute im Essener Stadt-Garten Bonnekamphöhe die Anerkennungsurkunde der „Bonnekamp-Stiftung für die integrative Stadt“ an die Stifter übergeben. Damit wurde eine gemeinnützige Stiftung ins Leben gerufen, die in Form konkreter, betont langfristig angelegter Projekte an der Nutzbarmachung der Potentiale des Emscher Landschaftsparks arbeitet. Ziel ist es auch, erlebnisorientierte natur- und umweltpädagogische Angebote für Kinder und Erwachsene zu machen. Insbesondere sollen aber auch Räume, Begegnungsorte und Praxisfelder geschaffen werden, in denen Menschen kreativ, kommunikativ und eigenverantwortlich Konzepte entwickeln im Sinne einer Zusammenführung von Leben und Arbeit. Nicht zuletzt werden Menschen mit Behinderungen in die Tätigkeiten mit einbezogen und Projekte zur Integration von Menschen mit Behinderungen durchgeführt.

Die Bonnekamphöhe ist eine große Lichtung in Essen-Katernberg an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen-Rotthausen. Die Stifter, der Biologe Hubertus Ahlers und die Casino Zollverein GmbH, begannen bereits im Jahr 2011 mit der Nutzbarmachung dieser Fläche durch den Aufbau von Gewächshäusern, Anbauflächen und eines Bewässerungssystems.

Das Projekt fällt in den Bereich des mittlerweile weltweit immer häufiger beachteten „Urban Gardening“ mit Vorbildern wie die Stadtteilgärten in Detroit oder die Prinzessinnengärten in Berlin. Auch in Düsseldorf entsteht ein Projekt „Elisabeths Garten“ im Innenhof des Schlosses Benrath und in drei Gärten im Stadtzentrum.

Neu ist bei dem Projekt auf der Essener Bonnekamphöhe jedoch die Gründung einer Stiftung, in die als Stiftungsvermögen die bewirtschaftete Immobilie von achttausend Quadratmetern eingeht und der Ertrag durch die Durchführung von Seminaren etc. sowie den Verkauf der Produkte u.a. auch an die Gastronomie in der Zeche Zollverein erwirtschaftet wird.

Geld wird also nicht eingebracht, sondern die aufbereiteten Grundstücke und eine erhebliche Arbeitsleistung der Stifter. 

Stiftungszweck:

  • Förderung der Erziehung, Volks-, Aus- und Weiterbildung;
  • Förderung des Natur-, Landschafts- und Umweltschutzes, Landschaftspflege;
  • Förderung des Wohlfahrtswesens

Konkrete Umsetzung:

  • Erlebnis-, Lehr- und Schaugarten, Projekte zur Erhaltung der Kulturlandschaft, der Artenvielfalt und Landschaftspflege
  • Seminare, Kurse und Veröffentlichungen im Themenbereich Ernährung, Gesundheit, Biodiversität, Nachhaltigkeit, Regionalisierung und Kreislaufwirtschaft
  • Erlebnisorientierte natur- und umweltpädagogische Angebote für Kinder und Erwachsene
  • Räume, Begegnungsorte und Praxisfelder schaffen, in denen Menschen kreativ, kommunikativ und eigenverantwortlich Konzepte entwickeln im Sinne einer Zusammenführung von Leben und Arbeiten
  • Menschen mit Behinderungen in die Tätigkeiten mit einbeziehen und Projekte zur Integration von Menschen mit Behinderungen

Stiftungsvermögen:

Das eingebrachte Stiftungsvermögen besteht in der Übertragung von Grundstücken von etwa achttausend Quadratmeter im Wert von ca. 94.000,-- Euro sowie Aufbauten, Infrastrukturmaßnahmen, Wege und Beete, Zäune, Teiche, Folientunnel, Remise zum Abstellen von Gerätschaften etc., so dass insgesamt von einem Wert in Höhe von ca. 178.000,-- Euro auszugehen ist.