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Pressemitteilung
 

 
 

05.11.2014

Planunterlagen für die Erweiterung der Deponie Wehofen-Nord liegen vom 07.11.2014 bis 08.12.2014 erneut öffentlich aus

Im Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Werksdeponie Wehofen-Nord in Dinslaken um einen dritten Bauabschnitt werden die geänderten Planunterlagen vom 07.11.2014 bis zum 08.12.2014 bei den Städten Dinslaken und Duisburg zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegt. Darüber hinaus können in dieser Zeit die Unterlagen auf der Homepage der Bezirksregierung Düsseldorf online abgerufen werden.

In diesem Zeitraum können sich die Bürgerinnen und Bürger über die Planung informieren und bis spätestens 22.12.2014 Einwendungen gegen den geänderten Plan bei den Städten Dinslaken und Duisburg oder bei der Bezirksregierung Düsseldorf als Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde erheben. Die bisher gegen die Planunterlagen erhobenen Einwendungen werden weiterhin im Verfahren berücksichtigt und müssen nicht erneut vorgetragen werden.

Die Thyssen Krupp Steel Europe AG beantragte bei der Bezirksregierung Düsseldorf die Erweiterung der Werksdeponie Wehofen-Nord. Bei dieser Deponie handelt es sich um eine Deponie der Klasse I. Sie liegt an der Leitstraße in 46535 Dinslaken. Die Erweiterungsfläche des dritten Deponieabschnitts lehnt sich auf die Westböschung des angrenzenden ersten Bauabschnitts. Im Süden wird die Erweiterungsfläche durch die Leitstraße, im Westen durch die Brinkstraße sowie im Norden durch die Emscher begrenzt.

Für den dritten Bauabschnitt ist nun optional der Bau eines Tunnelbauwerks durch den Deponiekörper für den Fall der Reaktivierung der ehemaligen Bahntrasse vorgesehen. Die im Zuge der ersten Auslegung Anfang 2013 eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen haben dazu geführt, dass die Vorhabensträgerin die Planung geändert und die Planfeststellungsunterlagen aktualisiert hat, insbesondere um die Deponieerweiterung mit den Zielfestlegungen des gültigen Regionalplans für den Regierungsbezirk Düsseldorf (GEP 99) in Einklang zu bringen. Dort ist der Deponie- und Haldenstandort Wehofen als Fläche für Aufschüttungen und Deponien ausgewiesen. Über das Deponiegelände verlief ehemals die Grubenanschlussbahn und zwar die Gleisstrecke „Lohbergbahn Duisburg/Dinslaken“. Die Bahnstrecke ist im „Kapitel 3.3 Schienenwege“ des GEP 99 als zu erhaltende Strecke dargestellt. Stillgelegte Eisenbahnstrecken sind danach so zu sichern, dass sie bei Bedarf wieder reaktiviert werden können.

Um dies sicherzustellen, hat sich die die Thyssen Krupp Steel Europe AG nun verpflichtet, die Trasse der ehemaligen Grubenanschlussbahn, die im Zuge der Deponieerweiterung überschüttet werden soll, bei Bedarf wieder herzustellen, indem die Bahntrasse mittels Tunnelbauwerk durch den Deponiekörper geführt wird. Weitere im Antrag vorgenommene Anpassungen (z. B. Landschaftspflegerischer Begleitplan, Gutachten zu Staubimmissionen, Änderung der Neuaufforstungsflächen für Wald) ergänzen bzw. präzisieren die ursprünglichen Planunterlagen und resultieren aus Anregungen und Hinweisen aus dem bisherigen Anhörungsverfahren.

Weitere Informationen zum Projekt und zum weiteren Verfahrensablauf finden Sie in den öffentlichen Bekanntmachungen der Städte Dinslaken und Duisburg.