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Pressemitteilung
 

 
 

02.03.2015

Betuwe: Erörterungstermin für den Ausbau des Abschnitts 3.3. Emmerich-Praest – Mittwoch 04.03.2015, ab 10:00 Uhr in Emmerich

Ab dem 04.03.2015, 10:00 Uhr findet die Erörterung der Einwendungen und Stellungnahmen im Planfeststellungsverfahren für die Betuwe-Linie, Abschnitt 3.3 Emmerich-Praest statt. Der Termin wird im Schützenhaus Kapaunenberg, Speelberger Straße 115, 46446 Emmerich durchgeführt. 

Der Termin ist nicht öffentlich. Teilnahmeberechtigt sind die Deutsche Bahn  als Vorhabenträgerin, die Stadt Emmerich, Vertreter der übrigen Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange sowie die Einwenderinnen und Einwender und alle sonstigen vom Vorhaben Betroffenen und ihre gesetzlichen Vertreter oder Bevollmächtigten. 

Zur Feststellung der Teilnahmeberechtigung wird gebeten, sich im Zuge der Eingangskontrolle bei den Mitarbeitern der Bezirksregierung Düsseldorf zu melden. Hier erfolgt dann ein Anwesenheitsvermerk in die Teilnehmerliste, wofür ein amtlicher Lichtbildausweis (z. B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein) bereit zu halten ist. 

Weitere Informationen finden Sie im Amtsblatt Nr. 7 für den Regierungsbezirk Düsseldorf vom 12.02.2015.  

Der Antrag zum Abschnitt (PFA) 3.3 betrifft den 4,5 Kilometer langen und ca. 250 Meter vor dem Bahnübergang „Kerstenstraße“ beginnenden Streckenabschnitt. Dieser führt durch Emmerich-Praest, verläuft dabei parallel zur Bundesstraße 8 nördlich des Biener Altrheins und endet hinter dem Ortsteil Vrasselt. 

Mit dem Ausbau sollen alle sieben Bahnübergänge beseitigt und überwiegend durch neue Brückenbauwerke ersetzt werden. Geplant sind eine Straßenüberführung, zwei Eisenbahnüberführungen für den Straßen- und eine Eisenbahnüberführung für den Fußgänger- und Radverkehr.

Am Haltepunkt Praest sind neue, höhere Bahnsteige vorgesehen damit die Niveaudifferenz zu den Zugtüren verringert wird. Die Außenbahnsteige werden in Richtung Emmerich verlängert, das zukünftige Mittelgleis bleibt ohne Bahnsteig. Diese Bahnsteige sind über barrierefreie Zugänge, eine Treppenanlage und wechselseitig über die  neue Eisenbahnüberführung erreichbar, die den Bahnübergang „Sulenstraße“ ersetzt. 

Die rechtlich festgelegten Schallimmissionswerte verlangen aktive Schallschutzmaßnahmen, hier durch zwei bis vier Meter hohe Schallschutzwände nördlich und südlich der Gleise sowie zwischen diesen auf einer Gesamtlänge von ca. acht Kilometern. Das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) ist im PFA 3.3 auf einer Gesamtlänge von ca. fünf Kilometern geplant und senkt durch regelmäßiges Messen und Schleifen der Schienen den Lärm um weitere drei Dezibel. Rund 270 Wohneinheiten mit Schallpegelüberschreitungen trotz aktiven Schallschutzes sollen zusätzlich passiven Schallschutz z.B. durch Einbau von Schallschutzfenstern erhalten. In Berg, Praest und Vrasselt ist zum Erschütterungsschutz der Wohnbebauung der Einbau mit elastischer Kunststoffbeschichtung  versehener  „besohlter  Schwellen“ zur Verringerung von Schwingungen auf einer Länge von ca. vier Kilometern geplant.

Der Bau des dritten Gleises erfolgt bei laufendem Bahnbetrieb. Im Vorfeld der Streckenbaumaßnahmen ist die Errichtung der neuen Brückenbauwerke vorgesehen. Während der Bauzeit werden Baustelleneinrichtungsflächen angelegt und nach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut. 

Die Bezirksregierung Düsseldorf ist innerhalb des Verfahrens für die Durchführung des Anhörungsverfahrens zuständig. Den nächsten Schritt  im Rahmen dieses Verfahrens stellt die Erörterung der Einwendungen dar. 

Sinn und Zweck des Erörterungstermins ist neben der nochmals umfassenden Information der Beteiligten über das Vorhaben die Klärung aller für die Entscheidung erheblichen Fakten und Gesichtspunkte. Den Beteiligten wird Gelegenheit gegeben, sich mündlich zu äußern, ihre bereits schriftlich eingebrachten Einwendungen und Bedenken zu erläutern und mit dem Vorhabenträger unter Verhandlungsleitung der Bezirksregierung Düsseldorf zu diskutieren. Die Ergebnisse des Termins werden in die weitere Entscheidungsfindung des EBA als Planfeststellungsbehörde einbezogen. Im Erörterungstermin selbst wird keine Entscheidung in der Sache getroffen.