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Pressemitteilung
 

 
 

15.08.2016

Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW im JHQ in Mönchengladbach startet am 17. August 2016

Nach Fertigstellung der ersten umfangreichen Bauarbeiten wird auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) in Mönchengladbach-Rheindahlen, das bis Juli 2013 von den britischen Streitkräften genutzt wurde, ab dem 17. August 2016 eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) in Betrieb gehen. 

Bereits vom 23. Dezember 2015 bis Mitte August 2016 wurde ein Teil der Einrichtung als Notunterkunft des Landes NRW mit zuletzt ca. 150 Asylsuchenden betrieben. 

Aktuell können nunmehr Asylsuchende auch in die EAE Mönchengladbach aufgenommen und dort schnellstmöglich registriert werden. 

Die EAE im JHQ arbeitet eng mit dem ebenfalls angesiedelten Ankunftszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zusammen. Diese Registrierungsarbeiten werden im Auftrag des Landes NRW durch Bedienstete der Stadt Mönchengladbach als Standortkommune wahrgenommen; dazu wurde im April zwischen dem Land NRW und der Stadt Mönchengladbach eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abgeschlossen, die u. a. auch die Kostenübernahme der städtischen Leistungen durch das Land regelt. 

Die EAE übernimmt folgende Aufgaben: die Registrierung der Personen und Speicherung der Daten, die Ausstellung eines Ankunftsnachweises, die Erstuntersuchung, TBC-Ausschlussuntersuchung, Impfangebot, die  Zu- und Abführung zum BAMF, das bisher noch im ehemaligen Kreiswehrersatzamt Mönchengladbach untergebracht ist sowie die Transfers in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE). Die Versorgung der Asylsuchenden während ihres Aufenthaltes wird von European Homecare gewährleistet, einem vom Land NRW beauftragten Betreuungsunternehmen. 

Neben der Registrierung der Asylsuchenden ist die Stadt Mönchengladbach auch zuständig für die Organisation und Abwicklung der Transfers zwischen der EAE und dem BAMF und zwischen der EAE und der aufnehmenden ZUE.  

Die Aufenthaltsdauer in der EAE soll für jeden Asylsuchenden circa eine Woche betragen. In dieser Zeit sind die oben geschilderten Aufgaben abzuarbeiten, um ein beschleunigtes Asylverfahren sicherzustellen. 

Derzeit verfügt die EAE über 265 Betten. Nach Beendigung des ersten und zweiten Bauabschnitts werden voraussichtlich im Dezember 2016 ca. 1.000 Aufnahmeplätze zur Verfügung stehen. Im Verlaufe des dritten Bauabschnitts, der bis Ende 2017 dauern wird, entstehen nochmals ca. 1.000 Plätze. Nach der endgültigen Fertigstellung der Einrichtung könnten somit im Regelbetrieb ca. 2.000 Asylsuchende untergebracht werden; weiterhin wäre im Rahmen einer Notbelegung eine Unterbringung weiterer 500 Personen möglich.