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Pressemitteilung
 

 
 

21.12.2016

Finanzielle Unterstützung für den Niederrhein

Regierungspräsidentin Anne Lütkes übergibt Förderbescheide an die LEADER-Region „Leistende Landschaft“ und die VITAL-Region „Schwalm- Mittlerer Niederrhein“

Regierungspräsidentin Anne Lütkes hat heute einen Förderbescheid über 556.000 Euro an Hans-Josef Linßen, den 1. Vorsitzenden der LEADER-Region „Leistende Landschaft“ (Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen), sowie die Vorstandsmitglieder Margret Voßeler und Wilfried Bosch  überreicht. Den zweiten Bescheid über 319.000 Euro haben die drei Bürgermeister Karl-Heinz Wassong, Frank Gellen und Michael Pesch als Vertreter für die VITAL-Region „Schwalm-Mittlerer Niederrhein“ (Niederkrüchten, Brüggen, Schwalmtal) entgegen genommen.

Die enge Zusammenarbeit der beteiligten Gemeinden und die Bündelung bürgerschaftlichen Engagements sollen helfen, regionale Antworten zu den großen Themen des ländlichen Raums zu finden. Der demographische Wandel, die Versorgung und Erreichbarkeit im ländlichen Raum sind einige der Schwerpunkte der Förderprogramme. Das regionale Potential von Natur und Kultur soll ausgeschöpft werden.

„Die Entwicklung innovativer Projekte ist anspruchsvoll und erfordert viel Ausdauer. Das stellt eine große Herausforderung dar, aber beide Regionen sind auf einem guten Weg, nicht zuletzt, weil die Kooperation untereinander gut funktioniert“,  lobte Anne Lütkes. 

Mit Fördermitteln aus dem ‚LEADER-Programm‘ des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) werden Personalstellen für das Regionalmanagement bis 2023 eingerichtet, um die zahlreich vorhandenen Ansätze und Ideen qualitativ zu begleiten und die Regionale Entwicklungsstrategie voranzutreiben. In der Region „Leistende Landschaft“ unterstützen die Regionalmanagerinnen Simone Schönell und Ute Neu die Akteure vor Ort dabei, ihre Projektideen zu gestalten und umzusetzen sowie Fördermittel zu beantragen.

Die Personalstelle für das Regionalmanagement der Region „Schwalm – Mittlerer Niederrhein“ wird mit Landesmitteln aus dem VITAL-Förderprogramm finanziert.

Die Region ‚Leistende Landschaft‘ legt besonderen Wert auf die Marken- und Profilbildung als Agrobusiness-Region. Qualifizierung und Fachkräftesicherung spielen eine große Rolle. Regionale Wirtschaftskreisläufe sollen gestärkt werden. Die durch Gartenbau geprägte Region will auch neue Lösungen für die Energieversorgung entwickeln. Daneben sind auch Projekte für das Zusammenleben in den Dörfern und in der Naturlandschaft von Bedeutung. Die touristische Vermarktung mit dem Schwerpunkt Agrotourismus und Radfahren rundet die Strategie ab. 

Die Region ‚Schwalm – Mittlerer Niederrhein‘ will Naturtourismus und Naherholung im Naturpark Schwalm – Nette stärken. Dabei steht die Entwicklung der Schwalm-Gewässerlandschaft  mit vorbildhaften umwelt- und naturpädagogischen Aktivitäten im Mittelpunkt. Die Wohnqualität in den Dörfern soll durch Treffpunkte, Bildungs- und Kulturangebote, Nahversorgungsmöglichkeiten sowie neue Mobilitätsformen attraktiver werden. Davon sollen generationsübergreifend alle Bevölkerungsgruppen profitieren. Dies wird auch als Chance für die Integration von Flüchtlingen gesehen.

In beiden Regionen werden grenzüberschreitende Kooperationen mit den Niederlanden angestrebt. Beide haben in Zusammenarbeit mit vielen Akteuren jeweils eine Regionale Entwicklungsstrategie erarbeitet. Beide konnten sich in einem landesweiten Wettbewerb behaupten. Dadurch wird der Region ‚Leistende Landschaft‘ bis 2023 ein Budget in Höhe von insgesamt 2,7 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln zugesprochen. Die etwas kleinere Region ‚Schwalm-Mittlerer Niederrhein‘ erhält insgesamt 1,15 Millionen Euro Landesmittel.

Die Fördergrundlagen für  LEADER- und VITAL-Projekte sind im Wesentlichen gleich. Beide Regionen arbeiten nach LEADER-Prinzipien auf der Grundlage ihrer Entwicklungsstrategie. Der Unterschied liegt in der Finanzierung:  VITAL-Regionen werden nur mit Landesmitteln finanziert;  das regionale VITAL-Budget ist kleiner; nur in VITAL-Regionen kann ein Fördersatz von 80 % für Integrationsprojekte für Flüchtlinge erreicht werden. Für alle anderen Projekte liegt der Fördersatz bei maximal 65 %.