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Pressemitteilung
 

 
 

28.02.2017

ZUE Viersen unterstützt beschleunigte Verfahren für Menschen aus dem Westbalkan und Georgien

Nach Umbauarbeiten und intensiven Gesprächen mit der Stadt Viersen geht die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Kaisers-Hochhaus in Viersen zum 1. März wieder in Betrieb.

In der Zeit von Anfang März bis voraussichtlich Ende August werden in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Viersen bis zu 270 Asylsuchende mit geringer Bleibeperspektive aus dem Westbalkan und Georgien aufgenommen. Von den insgesamt 400 Plätzen sollen dafür rund zwei Drittel in der Einrichtung genutzt werden. Es handelt sich um Menschen, die bislang keinen Asylantrag stellen konnten oder noch auf eine abschließende Entscheidung des zuständigen Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) warten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem BAMF und den Zentralen Ausländerbehörde Köln und Bielefeld soll ermöglicht werden, diese Menschen schnell in das sogenannte beschleunigte Verfahren aufzunehmen. Dadurch soll über ihre Asylanträge innerhalb von einer Woche entschieden werden.

Die Asylsuchenden werden nicht den Kommunen zugewiesen, was damit auch zu einer Entlastung der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen führt.

Als Zentrale Unterbringungseinrichtung bietet die Einrichtung in Viersen die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine Unterbringung, Versorgung und Sicherheit von asylsuchenden Personen.

Sechs Einrichtungen unterstützen landesweit die beschleunigten Verfahren. Dabei gibt es keine Abstriche bei den Rechtsschutzmöglichkeiten und es wird eine Beratung über die geförderte freiwillige Rückkehr angeboten. Das beschleunigte Verfahren wird landesweit bereits seit Ende 2015 in NRW erfolgreich durchgeführt. Dabei haben sich die meisten Personen dazu entschieden, freiwillig in ihre Heimatstaaten zurückzukehren. Nur in wenigen Ausnahmefällen kam es zu einer zwangsweisen Rückführung.