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Pressemitteilung
 

 
 

31.03.2017

ZUE Arthotel nimmt vorübergehend Flüchtlinge des Dublin-Pilotverfahrens auf

Ab der kommenden Woche werden in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im Wuppertaler Arthotel vorübergehend auch Flüchtlinge untergebracht, deren Asylgesuch nach dem so genannten Dublin-Pilotverfahren bearbeitet wird.

Das Land NRW stellt derzeit bis zu 900 Aufnahmeplätze für das Dublin-Projekt bereit. Im Regierungsbezirk Düsseldorf werden einige dieser Plätze künftig in der ZUE in Ratingen bereitgehalten werden. Bis diese Einrichtung endgültig bezugsfertig ist, werden die betroffenen Personen zunächst und vorübergehend im Arthotel untergebracht. Sobald die Bauarbeiten in Ratingen abgeschlossen sind, werden die Flüchtlinge auch unverzüglich dorthin umziehen. Wir gehen davon aus, dass bis zu den Ostertagen geklärt ist, wann die ZUE in Ratingen belegt werden kann.

Das Dublin-Pilotverfahren betrifft Personen, die bei Ihrer Einreise in die Europäische Union bereits in einem anderen EU-Mitgliedsstaat einen Asylantrag gestellt haben und dann weiter nach Deutschland gereist sind. Über das Asylgesuch muss jedoch in dem Land entschieden werden, in dem der Antrag erstmalig gestellt wurde und die betroffenen Personen müssen daher dorthin zurück reisen.  

Bis das „Dublin-Verfahren“ für diese Menschen abgeschlossen ist, werden sie in den Landeseinrichtungen untergebracht und versorgt, damit sie und ihre Familien wie alle Geflüchteten ein Obdach geboten bekommen und nach der Flucht vor Krieg und Verfolgung in Sicherheit zur Ruhe kommen können. Der Unterschied besteht später darin, dass diese Personen nicht in Deutschland bleiben und einer Kommune zugewiesen werden, bis über ihren Asylantrag entschieden ist, sondern ihr Verfahren in dem EU-Land weitergeführt wird, in dem sie ihr erstes Asylgesuch geltend gemacht haben.