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Pressemitteilung
 

 
 

22.06.2017

Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Cemex-Gebäude in Ratingen ist voraussichtlich ab 26.06.2017 bezugsfertig

Die Bezirksregierung Düsseldorf wird voraussichtlich ab dem 26.06.2017, sobald alle organisatorischen Maßnahmen abgeschlossen sind, im ehemaligen Cemex-Gebäude in Ratingen eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge betreiben. Die Inbetriebnahme verzögerte sich auf Grund von Umbauarbeiten sowie der Ertüchtigung des Brandschutzes, steht nun aber unmittelbar bevor. Die Belegungszahl wird maximal 930 Personen betragen, wobei die Regelbelegung mit 500 Plätzen geplant ist, die weiteren 430 sind Reserveplätze. Die Betreuungsdienstleistung übernimmt European Homecare.

Wenn Flüchtlinge NRW erreichen, erfolgt zunächst eine erste Aufnahme. Sie werden medizinisch untersucht und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge registriert. Danach werden sie in einer ZUE untergebracht, wie hier im ehemaligen Cemex-Gebäude in Ratingen. Hier bleiben Sie im Normalfall maximal drei Monate, bis das Asylverfahren angelaufen ist und werden danach den Kommunen zugewiesen.

Die Zuweisung der Flüchtlinge erfolgt landesweit durch die Kolleginnen und Kollegen der Bezirksregierung Arnsberg. Alles richtet sich danach, wie groß der Gesamtzustrom und damit die Anzahl der in NRW ankommenden Flüchtlinge ist. Es wäre also auch möglich, dass um den 26.06.2017 noch niemand ins Gebäude einzieht. Es ist dann jedoch alles bereit, so dass bei Bedarf jederzeit Flüchtlinge aufgenommen werden können.

Wie in der letzten Bürger-Informationsveranstaltung im März erläutert, sollen in der ZUE Ratingen auch Flüchtlinge untergebracht werden, deren Asylgesuch nach dem so genannten Dublin-Pilotverfahren bearbeitet wird. Das Land NRW stellt derzeit bis zu 900 Aufnahmeplätze für das Dublin-Projekt bereit. Im Regierungsbezirk Düsseldorf werden einige dieser Plätze künftig in der ZUE in Ratingen bereitgehalten werden.

Das Dublin-Pilotverfahren betrifft Personen, die bei Ihrer Einreise in die Europäische Union bereits in einem anderen EU-Mitgliedsstaat einen Asylantrag gestellt haben und dann weiter nach Deutschland gereist sind. Über das Asylgesuch muss jedoch in dem Land entschieden werden, in dem der Antrag erstmalig gestellt wurde und die betroffenen Personen müssen daher dorthin zurück reisen.

Bis das „Dublin-Verfahren“ für diese Menschen abgeschlossen ist, werden sie in den Landeseinrichtungen untergebracht und versorgt, damit sie und ihre Familien wie alle Geflüchteten ein Obdach geboten bekommen und nach der Flucht vor Krieg und Verfolgung in Sicherheit zur Ruhe kommen können. Der Unterschied besteht darin, dass diese Personen nicht in Deutschland bleiben und einer Kommune zugewiesen werden, bis über ihren Asylantrag entschieden ist, sondern ihr Verfahren in dem EU-Land weitergeführt wird, in dem sie ihr erstes Asylgesuch geltend gemacht haben.