Hauptnavigation



 
Schule - Haupt- und Realschulen
 

 
 

12.05.2016

Besondere Profile der Realschule

Wahlpflichtunterricht nach Neigung
Wahlpflichtunterricht ist in der Realschule nach der Neigung der Schülerinnen und Schüler differenziert, um insbesondere die Stärken in den Blick zu nehmen. Angeboten werden ab der Klasse 7 folgende Schwerpunkte:

  • Sprachlicher Schwerpunkt – Zweite Fremdsprache, meist Französisch
  • Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt (IF,TC,BI,CH, PH)
  • Gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt (SOWI,WI)
  • Musisch-künstlerischer Schwerpunkt

Diese Fächer im Wahlpflichtunterricht haben den Stellenwert eines Hauptfaches. Die Neigungsdifferenzierung trägt zur Stärkung der individuellen Fähigkeiten in besonderem Maße bei.


Realschule – Bilingualer Bildungsgang in den Jahrgangsstufen 07 bis 10
Realschulen an verschiedenen Standorten bieten ab Jahrgangsstufe 07 – zusätzlich zum Unterricht im Neigungsschwerpunkt des Wahlpflichtfaches (Französisch/ Spanisch, Naturwissenschaften, Technik, Informatik, Sozialwissenschaften, Kunst/ Musik – jeweils als Hauptfach) ein bilinguales Profil an – vorwiegend in der Zielsprache Englisch; einige Realschulen im grenznahen Gebiet bieten das bilinguale Profil mit der Zielsprache Niederländisch an.

Bilinguale Realschulen erhöhen zur Vorbereitung des Unterrichtes im bilingualen Fach ab Jahrgangsstufe 07 den Unterricht in Englisch in den Jahrgangsstufen 05 und 06 um bis zu zwei Wochenstunden.

Ab der Jahrgangsstufe 07 wird das Fach Erdkunde auf Englisch unterrichtet, worauf in den beiden Jahrgangsstufen davor durch entsprechendes Vokabular, das auch in Alltagssituationen gut anwendbar ist, vorbereitet wurde.

In der Jahrgangsstufe 08 kommt das Fach Geschichte als weiteres bilinguales Fach hinzu, wobei Themen der deutschen Geschichte (auch) auf Deutsch unterrichtet werden, Themenfelder insbesondere des anglo-amerikanischen Raums dagegen unbedingt in der Zielsprache Englisch.

In der Jahrgangsstufe 09 wird zusätzlich das Fach Politik in der Zielsprache Englisch unterrichtet. Ein großer Teil der Berufswahlorientierung, der auch Gegenstand des Politikunterrichtes ist, wird somit den zahlreichen Anforderungen an die Berufs- und Ausbildungsreife gerecht, indem Themen der Berufs- und Arbeitswelt auf sprachlich internationalem Niveau vermittelt werden. Dies ist insofern von besonderem Vorteil, als die Beherrschung der englischen Sprache als Arbeitssprache zwischenzeitlich in vielen Unternehmen als selbstverständlich vorausgesetzt wird.

Gegenstand der Leistungsbewertung in den genannten Fächern Erdkunde, Geschichte und Politik ist das Fachwissen. Besondere Leistungen in der englischen Sprache fließen anerkennend in die Notenfindung ein.

Empirische Untersuchungen belegen, dass Schülerinnen und Schüler im bilingualen Bildungsgang zunehmend gar nicht mehr „merken“, dass sie Englisch sprechen, weil die Sprach- und Sprechgewohnheiten selbstverständlich geworden sind.

Schülerinnen und Schüler, die am bilingualen Bildungsgang teilgenommen haben, erhalten zusätzlich zum Abschlusszeugnis ein entsprechendes Zertifikat, das die erbrachten Leistungen dokumentiert. Dies ist ein besonderes Plus im Hinblick auf einen eventuellen Wechsel in die gymnasiale Oberstufe und/oder zum Eintritt in die Berufsausbildung.


MINT = Mathematik –Informatik-Naturwissenschaften-Technik
In NRW haben bereits 43 Realschulen die Anerkennung als MINT Schule in NRW erhalten und sind damit innerhalb der Schulsysteme mit führend in diesem Bereich. Die Anerkennung setzt voraus, dass die Schule ein überdurchschnittliches Engagement in Mathematik und mindestens in einem weiteren Fach aus dem Bereich Informatik, den Naturwissenschaften oder Technik aufweist.

Dieses Gütesiegel wird nur bei Schulen mit einem nachweisbaren und besonders hervorragenden Profil in diesem Bereich vergeben. Diese Realschulen legen besonderen Wert darauf, das Interesse von Kindern für mathematische Fragestellungen sowie naturwissenschaftliche Phänomene zu wecken.

Der MINT Bereich ist ein attraktives Profil, das Schülerinnen und Schülern zukunftsfähige Perspektiven für die spätere Ausbildung bietet.


Profilklassen – Begabungen wecken und stärken
Profilklassen können ab der Jahrgangsstufe 5 an Realschulen angeboten werden. Sie haben einen sprachlichen, einen naturwissenschaftlichen oder einen musisch-künstlerischen Schwerpunkt. Profilklassen wecken und stärken Neigungsschwerpunkte und unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Persönlichkeitsbildung.

KAoA und Realschule
Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang von der Schule in den Beruf

Die Partner im Ausbildungskonsens NRW, das sind die Landesregierung, die Bundesagentur für Arbeit, die Sozialpartner sowie die Kammern und Kommunen, haben sich 2011 auf das Gesamtkonzept für einen systematischen Übergang von der Schule in den Beruf verständigt und die gemeinsame Umsetzung vereinbart.

Damit hat Nordrhein-Westfalen ein landesweit einheitliches und effizient gestaltetes Übergangssystem eingeführt.
Schon immer war die Berufsorientierung in den Realschulen ein wichtiges und bestimmendes Element im Schulprogramm.
Die Realschulen des Landes haben daher, auf ihren bestehenden Programmen basierend, die Elemente des neuen Systems adaptiert und, beginnend in Jahrgang 8, die Berufsorientierung noch stärker und modifiziert in ihren Fokus genommen.

Spätestens ab Klasse 8 erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine verbindliche, systematische und geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung mit regelmäßigen Praxisphasen. Ergänzend zum Unterricht werden Berufsfelderkundungen und Praktika ermöglicht, um betriebliche Wirklichkeit zu erfahren und verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Geeignete Beratungsverfahren und -instrumente stehen bereit, um die Übergangsprozesse optimal zu begleiten.

Bis zum Ende der Schulzeit erarbeitet somit jede Schülerin und jeder Schüler eine individuelle Anschlussperspektive, die durch eine konkrete Anschlussvereinbarung dokumentiert wird und somit eine kohärente Bildungsplanung sicherstellt.