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Schule - Qualitätsanalyse an Schulen
 

 
 

19.10.2017

Hauptphase der Qualitätsanalyse

Vor dem Schulbesuch im Rahmen der Hauptphase werden die Schule, die zuständige Schulformaufsicht, der Schulträger und die zuständige Schwerbehindertenvertretung über die Durchführung der Qualitätsanalyse sowie die damit verbundenen Termine schriftlich informiert.

Im Portfolio Teil II stellt die Schule ihre Dokumente zusammen. Die Schulen reichen die vier folgenden Dokumentensätze ein:

  • Schulprogramm,
  • ausgewählte schulinterne Lehrpläne,
  • Grundsätze der Leistungsbewertung,
  • Fortbildungsplanung der Schule.

Hinzu kommen noch Organisationshilfen wie Stunden- und Raumpläne.

In einem Planungsgespräch vor Ort klärt die teamleitende Qualitätsprüferin bzw. der teamleitende Qualitätsprüfer mit der Schulleitung die notwendigen Absprachen für die Schulbesuchstage (Zeiten, Organisation, Raumfragen etc.). Die Schulgemeinde erhält ein Informationsangebot über Ziele, Inhalte und den Ablauf der Qualitätsanalyse.

Nach Vereinbarung werden ein Schulrundgang und ein Interview mit dem Schulträger durchgeführt.

Während der Schulbesuchstage, die in der Regel drei oder vier Tage dauern, werden von dem Qualitätsteam leitfadengestützte Interviews durchgeführt mit den am Schulleben beteiligten Personengruppen (Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Eltern/Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Schulleitung und ggf. Duale Partner).

Schwerpunkt des mehrtägigen Schulbesuchs sind die Unterrichtsbeobachtungen. Die Qualitätsprüferinnen und -prüfer gewinnen konkrete Einblicke in die praktische Umsetzung schulischer Unterrichtskonzepte und halten die Ergebnisse der jeweils 20-minütigen Einsichtnahme in einem standardisierten Unterrichtsbeobachtungsbogen fest. Mindestens 50 % der Lehrkräfte werden in ihrem Unterricht besucht. An kleinen Schulen beträgt die Zahl der Unterrichtsbeobachtungen mindestens 20. Die Unterrichtsbeobachtungen dienen nicht der Bewertung der einzelnen Lehrkraft. Sie geben Aufschluss über die Qualität des Unterrichts an der Schule auf systemischer Ebene. Grundlage sind die Indikatoren und Kriterien des Unterrichtsbeobachtungsbogens.

Am letzten Tag des Schulbesuches gibt das Qualitätsteam zunächst der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter und anschließend dem Lehrerkollegium im Rahmen einer Dienstbesprechung eine datengestützte mündliche Rückmeldung zu den Ergebnissen.

Die Verschriftlichung der Ergebnisse erfolgt in Form des Qualitätsberichts.

Sofern zusätzliche Hilfen zum Verständnis und Vertiefung des Berichts gewünscht werden, kann die Schule zu einem fakultativen Erläuterungsgespräch einladen. Das Erläuterungsgespräch dient der verbesserten Nachhaltigkeit des Verfahrens und ist ein zusätzliches Angebot. Es findet ca. sechs Wochen nach Erhalt des Qualitätsberichts statt. Die Teilnehmerzahl sollte 12 Personen nicht überschreiten.

Nach Erhalt des Qualitätsberichts ist es Aufgabe der Schulleitung, den Qualitätsbericht allen Gremien in der Schule innerhalb einer Schulwoche zur Verfügung zu stellen und zeitnah Möglichkeiten zur innerschulischen Diskussion bzw. Maßnahmenplanung zu geben. Im Dialog mit der Schulformaufsicht werden im Anschluss daran verbindliche Schritte und Planungen zur weiteren Schul- und Unterrichtsentwicklung in einer gemeinsamen Zielvereinbarung festgelegt.

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