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Umweltschutz - Gewässerschutz
 

 
 

29.03.2018

Antifouling an der Ruhr ? Wir verzichten drauf!

Die „Profis“ an der Ruhr gehen im Interesse des Gewässerschutzes  mit guten Beispiel voran: „Wir benutzen keine  Antifoulinganstriche!“

Die Ruhr ist oberhalb des Teils, der Bundeswasserstraße ist, also ab km 12,208 bis km 41,4 als Landeswasserstraße ausgewiesen. In diesem wegen seines natürlichen „Auftretens“ beliebten Revier verkehren Fahrgastschiffe der Weißen Flotten Mülheim und Baldeney sowie zahlreiche Wassersportler mit Motor- und Segelyachten. Für die Gewässer- und die Hafenaufsicht und für die Ruhrunterhaltung wird dieser Streckenabschnitt auch von Fahrzeugen der Bezirksregierung Düsseldorf, des Ruhrverbandes  und der Betriebe der Stadt Mülheim befahren.

Neben der reinen Freizeitnutzung  ist die Ruhr als wichtiger Lebensspender anzusehen, dient er doch einerseits der Bevölkerung des Ruhrgebietes als Trinkwasserlieferant Nr. 1. Andererseits hat die Ruhr als linienförmiges Biotop im Ballungsraum Ruhrgebiet ihre Funktion als Lebensraum für die heimische Fauna und Flora zu erfüllen.

Für ein nachhaltiges Funktionieren ist wichtig, dass die menschlichen Nutzungen mit den Bedürfnissen von Natur, Landschaft und Gewässerschutz im Einklang stehen. Dieser Grundsatz ist auch Bestandteil der zentralen Wasserschutzpolitik der Europäischen Union (EU). In der sog. Wasserrahmenrichtlinie wird auch die Sicherung bzw. die Entwicklung eines guten chemischen und ökologischen Zustandes gefordert.

Ein wichtiger Baustein, dieses Ziel zu erreichen, ist, Schadstoffe aus dem Gewässer fernzuhalten. Die Schifffahrt kann hierzu ihren Beitrag leisten, indem sie auf den Einsatz von biozidhaltigen Außenanstrichen verzichtet. Diese sog. Antifoulingmittel verhindern zwar, dass sich Bewuchs an Bootsrümpfen bildet, ihre chemischen Bestandteile werden jedoch im Laufe der Zeit an das Gewässer abgegeben und tragen zu dessen Belastung merklich bei.

Die Bezirksregierung Düsseldorf erklärt, dass sie, ebenso wie die anderen genannten Institutionen, die auf der Ruhr beruflich unterwegs sind, auf diese gewässerschädlichen Anstriche verzichten. In dem Zusammenhang ruft sie auch die privaten Bootseigner/innen auf, im Interesse des Gewässerschutzes ebenfalls auf Antifoulinganstriche zu verzichten.

Informationen zu Antifoulingmitteln und deren Auswirkungen, aber auch zu umweltfreundlichem Schutz vor Bewuchs gerade auch für Sportboote, haben das Umweltbundesamt und das niedersächsische Umweltministerium auf ihren Internetseiten veröffentlicht.