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Umweltschutz - Gewässerschutz
 

 
 

15.05.2017

Wasserversorgung - Allgemeine Informationen zur öffentlichen Trinkwasserversorgung

Gutes Trinkwasser in ausreichender Menge ist Lebensgrundlage und Teil der Lebensqualität für mehr als 5 Mio. Einwohner im Regierungsbezirk Düsseldorf . Der Rohstoff für das Lebensmittel Trinkwasser ist Grundwasser, Talsperrenwasser, Uferfiltrat oder mit Oberflächenwasser angereichertes Grundwasser. Eine gesicherte Trinkwasserversorgung ist hierbei entscheidend für unser Wohlergehen und unsere Gesundheit. Vorrangiges Ziel der Bezirksregierung ist die Erhaltung oder Wiederherstellung sauberer Grundwasservorräte.

Wasser Kreislauf
(Abb.: Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG)

Die Benutzung der Gewässer bedarf einer behördlichen Erlaubnis oder Bewilligung nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz). Grundsätzliches Instrument zur Erteilung eines Rechtes zur Förderung von Grundwasser, Talsperrenwasser, Uferfiltrat oder mit Oberflächenwasser angereichertem Grundwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung ist die Bewilligung. Diese gewährt das Recht ein Gewässer in einer nach Art und Maß bestimmten Weise zu nutzen. Gegenüber der Erlaubnis stellt eine Bewilligung das stärkere Recht dar.

Durch Benutzungsbedingungen und Auflagen, die dem Antragsteller gemäß Wasserhaushaltsgesetz im Bewilligungs- und Erlaubnisbescheid auferlegt werden, soll vor allem die einwandfreie Trinkwasserqualität sichergestellt werden.

Grundwasser mit Trinkwasserqualität ist in der Vergangenheit jedoch zur Ausnahmeerscheinung geworden ist. Insbesondere die Nitratbelastung ist zum Teil so weit fortgeschritten, dass eine Aufbereitung zu Trinkwasser wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist. Dies führte in der Vergangenheit zur Schließung von Wasserwerken oder zur Verlagerung von Entnahmen in tiefere Grundwasserstockwerke.

Ziel aller Beteiligten (Wasserbehörden, Wasserversorgungsunternehmen und Gesundheitsämtern) ist es die Grundwasserqualität im ersten Grundwasserstockwerk so zu verbessern, dass eine Nutzung für die Allgemeinheit wieder möglich wird.

Die Verlagerung in die Tiefe kann dabei nur eine vorübergehende Notlösung sein. Es ist eine Frage der Zeit, bis die vorhandenen Grundwassserbelastungen in tiefere Grundwasserstockwerke durchschlagen z. B. durch Fehlstellen in den abdichtenden Tonhorizonten Schadstoffe in die tieferen Schichten eindringen können. Durch verstärkte Wasserförderung aus der Tiefe wird dieser Prozess sogar noch beschleunigt, da verschmutztes oberflächennahes Grundwasser schneller in tiefere Schichten eingetragen wird.

Bei der Nutzung von Oberflächengewässern für die Trinkwassergewinnung, insbesondere bei der Gewinnung von angereichertem Grundwasser und Uferfiltrat, stellen hingegen Industriechemikalien und Arzneimittelwirkstoffe ein Problem dar.