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Umweltschutz - Immissionsschutz
 

 
 

18.04.2018

Spraydosen füllen – aber sicher!

Bernhard Lemke sorgt für Immissionsschutz bei neuen Firmenanlagen

Bernhard Lemke ist sich der Bedeutung seiner Aufgabe durchaus bewusst. „Das ist kein Kindergeburtstag. Hier wird Flüssiggas gelagert, damit wird im Betrieb gearbeitet. Da spielt das Thema Brand- und Explosionsschutz eine zentrale  Rolle. Wichtig ist, dass die Vorschriften dazu  nicht nur zwischen den Aktendeckeln notiert sind, sondern dass die Chefs diese mit ihren Mitarbeitern auch leben.“

Der Mitarbeiter des Dezernats Immissionsschutz bei der Bezirksregierung Düsseldorf prüft, ob eine Firma die zuvor festgelegten Auflagen für eine erweiterte Anlage zum Abfüllen von Spraydosen erfüllt. Schon aufgrund seiner langjährigen Erfahrung vermittelt er dabei Ruhe und Bestimmtheit.

Im Vordergrund  der Prüfung steht  die Sicherheit von Mitarbeitern und Nachbarn. Bernhard Lemke ist Physiker, aber die rein wissenschaftliche Seite seines Fachs hat ihn nie so sehr gereizt. Er  versteht sich mehr  als Techniker: „Für mich ist wichtig, einen Ausgleich zwischen den Anforderungen für die Genehmigungsfähigkeit und den Interessen der Firma zu schaffen. Dies ist mein gesetzlicher Auftrag, aber auch meine persönliche Motivation.  Es ist nicht immer ganz einfach, im immer weiter wachsenden Regelwerk Übersicht und Augenmaß zu behalten.“

Die Faszination dafür, wie und warum Technik funktioniert, bewahrt Lemke sich auch in seiner Freizeit - der Duisburger fliegt gerne ferngesteuerte Segelflugmodelle. Beruflich hat er diese Vorliebe  nach seiner Ausbildung zum gehobenen technischen Dienst beim Land  unter anderem  beim Staatlichen Umweltamt pflegen können. Seit zehn Jahren ist er mittlerweile im Bereich Chemie-Zulassung bei der Bezirksregierung tätig.

Zu Beginn seiner Berufstätigkeit hatte er noch keinen PC am Arbeitsplatz. Heute bearbeitet Lemke kleinere  Anzeigeverfahren schon vollständig  auf elektronischem Weg: „Ohne PC wäre ich blind und taub.“  Bei der ganztägigen Genehmigungs-Prüfung  geht  es aber zunächst um Papier: Der erfahrene Beamte spricht die Genehmigungsunterlagen mit den Verantwortlichen der Firma Punkt für Punkt durch, lässt sich TÜV-  und Schulungsprotokolle vorlegen, stellt Nachfragen, geht ins Detail. Und auch beim späteren Rundgang  entgeht dem aufmerksamen Blick des Prüfers nichts. Nicht nur die Abfüllanlagen, auch Lagerung und Verladebereich werden begutachtet: gibt es Auffangeinrichtungen, Material zum Abstreuen, stimmen die Beschilderungen?

Am Ende bleibt es bei kleinen Hinweisen, die die Firma berücksichtigen und anschließend dokumentieren muss. Lemke: „Detailabweichungen lassen sich nicht immer vermeiden, da der Antrag sich in der Praxis nicht immer so umsetzen lässt. Diese Änderungen sind aber im Vorfeld anzuzeigen – so wie hier geschehen.“ Der erfolgreichen Abnahme jedenfalls steht dies nicht im Weg.