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Umweltschutz - Landschafts- und Naturschutz / Fischerei
 

 
 

30.11.2012

Naturschutzgebiet in der Winzer Aue auf dem richtigen Weg

Rund. 200 ha Auenflächen in der Winzer Aue wurden in den letzten Jahren im Rahmen des Ruhrauenkonzeptes ökologisch erfolgreich umgestaltet; was vorher zur Wassergewinnung genutzt wurde konnte sich zu einem wertvollen Auenbiotop zurück entwickeln. Dies haben Untersuchungen der biologische Station des Ennepe-Ruhr-Kreises belegt.

Um die Entwicklungsziele mit den tatsächliche Gegebenheiten zu vergleichen, wurde in den letzten drei Jahren die Entwicklung von Flora und Fauna beobachtet. Der Schwerpunkt der Erhebungen lag hierbei zunächst bei der Avifaunistik (Vogelwelt). Diese zeigen, dass der Anteil der gefährdeten Vogelarten und Brutvogelpaare sehr hoch ist. Rund die Hälfte der Brutvögel ist in der Roten Liste und der Vorwarnliste NRW-weit bzw. der Region Rhein-Ruhr eingestuft.

Insgesamt weist die Siedlungsdichte mit 27 Brutpaaren/ha auf den großen Umfang des Nahrungs- und Habitatangebots hin. Ähnlich sieht es im Bereich der Rastvögel aus. Hier wurden im Beobachtungszeitraum 127 Rastvogelarten dokumentiert. Insgesamt eine sehr artenreiche Rastvogelfauna. Trotz deutlicher Hinweise auf den Schutzgrad des Biotops und trotz Einzäunungen sind häufig Spaziergänger ohne und mit freilaufenden Hunden anzutreffen; Angler, Kanuten und Radsportler drängen immer wieder in das empfindliche Gebiet vor. Selbst Heißluftballons und Para-Glider sind hier bereits gelandet. Infolge der Störungen halten sich viele Brutvogelarten nur als Rastvögel in der Fläche auf. Bei Arten, die trotzdem Brutversuche unternommen haben, blieb der Erfolg zu 75 % aus.In Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde und den ehrenamtlichen Helfern im Naturschutz suchen wir derzeit nach Abhilfe. Guten Erfolg hat in einem Teilbereich die extensive Beweidung mit Auerochsen gezeigt.

Biotoue_Winz