Hauptnavigation



 
Umweltschutz - Wasserrahmenrichtlinie
 

 
 

02.07.2018

Niederländer geben Tipps fürs Mähen

7. Fachgespräch Naturnahe Gewässerunterhaltung fand bei den Nachbarn statt

Beim 7. Fachgespräch Gewässerunterhaltung waren die Fachleute der Bezirksregierung Düsseldorf diesmal zu Gast bei den niederländischen Nachbarn. Die Watershap Rijn en Ijssel (WRIJ) hatte die Mitarbeitenden des Wasserwirtschafts-Dezernats der Bezirksregierung auf das Gelände der Kläranlage Etten in der Nähe von Doetinchem eingeladen. Unter anderem gab es Tipps fürs ökologische Mähen von Böschungen.

Berend Jan Bussink, Vorstandsmitglied WRIJ, freute sich dass die deutschen Kolleginnen und Kollegen vor Ort lernen wollten, nachdem die Niederländer sich für den Bau einer vier Meter hohen Fischaufstiegsanlage viel Know How in Deutschland geholt hatten. Denn so große Höhenunterscheide gibt es bei den Nachbarn kaum.

So hörten die Gäste unter anderem, wie naturverträgliche Gewässerunterhaltung in den Niederlanden aussieht. So wird im Bereich der Watershap vor dem 15. Juli maximal eine Uferseite an den Gewässern gemäht, um Vögel, Insekten und Wasserbewohner besser zu schützen. Dies führe nicht zu nennenswert größeren Überschwemmungsflächen, sondern allenfalls zu einem verzögerten Abfluss von Hochwasser, hieß es.

Bei der anschließenden Besichtigungstour konnten die deutschen Gäste unter anderem den zum Teil in Eigenregie umgebauten Fuhrpark der WRIJ besichtigen. Bei der Anpassung geht es vor allem darum, dass möglichst schmale Gewässerunterhaltungswege zum Beispiel fürs Mähen ausreichen.

Nur mit dem Boot sind hingegen die Verantwortlichen vom Deichverband Bislich Landesgrenze im deutsch-niederländischen Grenzgebiet unterwegs, wenn die Böschungen zu üppig wuchern. Da das gesamte Areal unter Landschaftsschutz steht, gibt es dort gar keine Unterhaltungswege. Damit das Mähboot nicht auf Grund läuft, werden eigens die Landwehren aufgestaut, erläuterte Holger Friedrich vom Deichverband den interessierten Besuchern.

Am Ende der Veranstaltung stand für beide Seiten fest, dass man den grenzüberschreitenden Austausch auf jeden Fall fortsetzen will.