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Verkehr - Flugplätze und Flugbetrieb
 

 
 

19.05.2017

Kinderballone

Vor dem Steigenlassen von Kinderballonen sollten Sie zwei Aspekte beachten, denn Ballone können zu einer Gefahr für den Luftverkehr werden.

1. Verbot von Aufstiegen in der direkten Nähe von Flugplätzen

Das Steigenlassen von Kinderballonen ist (unabhängig von deren Anzahl) in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen verboten (§ 19 Luftverkehrsordnung). Hierzu zählen neben den großen Flughäfen u.a. auch Segelfluggelände und Hubschrauberlandeplätze.

Wenn Sie sich nicht sicher sind,  ob der von Ihnen gewählte Aufstiegsort davon betroffen ist, erkundigen Sie sich bitte bei der zuständigen Luftfahrtbehörde. Die Bezirksregierung Düsseldorf ist zuständig im Bereich der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. Für die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster wenden Sie sich bitte an die Bezirksregierung Münster.

Die Luftfahrtbehörde kann Ausnahmen von diesem Verbot zulassen, wenn von dem Aufstieg der Kinderballone keine Gefahren ausgehen. Der Antrag kann schriftlich, per Fax oder formlos, z.B. telefonisch, gestellt werden.

Wir benötigen dazu von Ihnen:

  • Ihre Kontaktdaten
  • Adresse des Startortes
  • Datum der Veranstaltung/des geplanten Aufstieges
  • Uhrzeit / Zeitraum
  • Anzahl der Luftballons

Kosten werden für diese luftrechtliche Entscheidung nicht erhoben. Bitte stellen Sie Ihren Antrag rechtzeitig, das heißt einige Werktage vor Veranstaltungsbeginn.

2. Freigaben für Aufstiege im kontrollierten Luftraum

Ist ein Massenaufstieg von Kinderballonen oder von gebündelten Ballonen in der weiteren Umgebung von Flugplätzen geplant, kann die Einholung einer Flugverkehrskontrollfreigabe bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH erforderlich sein  (§ 21 Luftverkehrsordnung).

Eine Freigabe benötigen Sie für Ballonaufstiege
       - in der Umgebung (Kontrollzone) von
       - internationalen Verkehrsflughäfen (z.B. Düsseldorf und Köln-Bonn),
       - Regionalflughäfen,
       - Militärflugplätzen (z.B. Nörvenich),
       - von mehr als 500 Ballonen,
       - von gebündelten Ballonen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Anträgen auf Freigabe an die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS). Anhand des Aufstiegsorts überprüft die Deutsche Flugsicherung, ob die Freigabe erteilt werden kann. Die Entscheidung hängt vom Einzelfall ab, sie kann mit Auflagen verbunden werden.

Sie können die Genehmigung schriftlich oder telefonisch bei der DFS GmbH beantragen, sie bietet auch einen Telefax- und einen Onlineantrag an.

Die Freigabe wird für Aufstiege von weniger als 500 Ballonen, die außerhalb der genannten Schutzbereiche um Flughäfen stattfinden, grundsätzlich erteilt, wenn die Ballone nicht gebündelt werden (Ballontrauben), zum Befüllen ein nicht brennbares Gas benutzt wird (z.B. Helium) und keine harten Gegenstände (Holz, Plastik, Metall, Wunderkerzen, Leuchtstäbe, LEDs…) an den Ballonen befestigt werden.

Wenden Sie sich wegen diesbezüglicher Auskünfte zu Kontrollfreigaben bitte an die
Deutsche Flugsicherung GmbH,
Tel. 069 78072-658 (Fax 069 78072-668)
ballon@dfs.de

Für den Aufstieg von Kinderballonen stehen Ihnen bei der Bezirksregierung Düsseldorf als Ansprechpersonen zur Verfügung:
a)    für Kinderballon-Aufstiege im Regierungsbezirk Düsseldorf:
       Frau Dlugosch:       0211 475-3714

b)    für Kinderballon-Aufstiege im Regierungsbezirk Köln:
       Herr Kruse:            0211 475-5210
       Herr Hebgen:         0211 475-2601