Hauptnavigation



 
Wir über uns - Die Bezirksregierung
 

 
 

01.09.2017

Präsidentenschlößchen und Plenarsaal

 

Foto Schlößchen und Plenarsaal

Auf der Dachkante des Plenarsitzungssaales standen als Pilasterkrönung, von zwei Obelisken flankiert, frei aufragend ursprünglich vier (heute nur noch zwei) weibliche Figuren, welche die "Beamtentugenden" Beredsamkeit, Gerechtigkeit, Wahrheit und Unbestechlichkeit verkörpern sollten. Ein fünfachsiger niedrig gehaltener Saalbau mit Attika und freistehenden Figuren bildet die Verbindung zu dem nach Art der kleinen Barockschlößchen gestalteten Präsidentenwohnschlößchen.

Dieses ist dreigeschossig mit Mansarddach. Die nach Süden gerichtete neunachsige Hauptfront betont in der Mitte ein durch Pilaster gegliedertes Mittelrisalit mit drei Eingängen, die ein Balkon zusammenfaßt. Eine Attika mit vier aufgesetzten Vasen bekrönt den Mittelrisalit; darüber ist das Mansarddach für die Plattform eines Belvederes vorgeschlungen. Zur Rheinseite ist ein weiteres durch Doppelbalken und Säulen ausgezeichnetes Risalit vorgelegt. Daneben befindet sich das Herrenzimmer des Präsidenten, nach außen hin durch einen Erker markant betont. Von hier hatte er unmittelbaren Zugang zum Plenarsitzungssaal und zu seinem Arbeitszimmer.

Von den Diensträumen sind nur die Sitzungssäle und das Arbeitszimmer des Präsidenten reicher ausgestattet. Im Arbeitszimmer befindet sich ein Gemälde von Heinrich Herrmann, welches die Jesuitenkirche und die lange Front des ehemaligen, als Regierungsgebäude genutzten Jesuitenkollegs mit dem gegenüberliegenden Präsidialgebäude, der ehemaligen Residenz zeigt.

Plenarsaal

Decke und Wände des Plenarsitzungssaales wurden von Professor Adolf Münzer gestaltet. Die südliche Figurengruppe der Deckengemälde stellt die Germania dar, von Rhein und Mosel rechts und links, von Flußnixen und Wassermännern unten begrüßt. Die nördliche Gruppe symbolisiert den Rhein, der die Phantasie anregt, Poesie und bildende Kunst zu erwecken. In der Deckenmitte sieht man das große Oval eines Figurenkranzes mit Monatsdarstellungen.

Die nach Ende des 1. Weltkrieges gefertigten Wandbilder sind Personifikationen der "staatstragenden" Tugenden und ihrer antithetischen Laster.

Speisezimmer

Die beiden großen Wandflächen im Speisezimmer führte der Maler Max Clarenbach aus. Sie zeigen charakteristische Landschaften des Regierungsbezirks Düsseldorf.







 
 

 
Bildgalerie "Ansichten Schlößchen und Plenarsaal"
 

 
 

Fassade Schlößchen Fassade Plenarsaal Fassade Schlößchen am Präsidentengarten Plenarsaal Deckengemälde Plenarsaal Wandbild Plenarsaal Nordostecke - "Fleiß": Frauengestalt mit Sichel und Ährenbündel, im Hintergrund Industrie; "Faulheit": ein idiotisches Frauenzimmer in Trümmern. Wandbild Plenarsaal Nordwestecke - "Lüge": eine lügenverbreitende Megäre mit doppelter Schlangenzunge; "Wahrheit": eine Frauengestalt, die neues Leben in den Händen hat. Wandbild Plenarsaal Südostecke - "Eintracht": mit Schwert und Schild auf Ketten stehend als Sinnbild der Freiheit; "Zwietracht": Furie mit zerbrochenem Schwert, im Hintergrund brennende Häuser als Zeichen der Auflösung. Wandbild Plenarsaal Südwestecke - "Gesetz oder Ordnung", die Sonne bringt mit ihrem wärmenden Strahl das Weltwasser zum verdunsten, das als Regen wieder zurückkehrt; "Willkür": eine Menschenvernichtende Furie. Speisezimmer