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25.01.2016

Pilotphase der Qualitätsanalyse beendet

Neuausrichtung der Qualitätsanalyse an Schulen umgesetzt

Mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 wurde das Dezernat 4Q der Bezirksregierung Düsseldorf durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Pilotierung der Neuausrichtung der Qualitätsanalyse an Schulen beauftragt.

Nach erfolgreicher Beendigung der Pilotphase in NRW werden seit dem Monat April 2015 alle Qualitätsanalysen innerhalb der Bezirksregierung Düsseldorf nach dem neuen Format durchgeführt.

Dieses umfasst eine bewertungsfreie Vorphase sowie eine Hauptphase (vgl. Abbildungen). Neben einer Entlastung der Schulen durch die Reduzierung der Prüfkriterien (von 153 auf nunmehr 40 verpflichtende Kriterien) und der einzureichenden Dokumente (Reduzierung des Portfolios von 21 auf vier Dokumentensätze) bildet ein Ziel der Neuausrichtung, Qualitätsanalyse intensiver von der Einzelschule aus zu denken. Partizipation aller schulischer Gruppen und schulische Eigenverantwortung werden stärker als bisher in den Mittelpunkt gestellt und unterstützt. Dies bedeutet: Die Schule wird frühzeitig einbezogen, sie gestaltet ihre Qualitätsanalyse organisatorisch und inhaltlich aktiv mit. Im Kontext ihrer Schulentwicklungsschwerpunkte trifft die Schule in Abstimmmung mit dem Qualitätsteam die Auswahl ergänzender Analysekriterien, die über die verpflichtenden Kriterien hinaus Grundlage der Qualitätsanalyse werden und die Entscheidung über den Zeitraum des Schulbesuchs.


Die Vorphase mit den Modulen Vorgespräch und Abstimmungsgespräch dient der Planung und Vorbereitung der Hauptphase. Die Phase zwischen Vor- und Hauptphase nutzt die Schule für intensive Weiterentwicklung ggf. unterstützt durch Fortbildung und die schulfachliche Aufsicht. Als Ergebnis der Hauptphase erhalten die Schulen durch die mündliche Rückmeldung sowie den anschließenden Qualitätsbericht eine datengestützte Grundlage für ihre weitere Entwicklung.

Die Erfahrungen nach den Abstimmungsgesprächen zeigen eine durchgehend hohe Akzeptanz der Schulen im Regierungsbezirk Düsseldorf für die neuausgerichtete Qualitätsanalyse. Durchgängig wird in der Vorphase von den Schulen der "Reflexionsbogen für die Schulleitung"- häufig auch unter Einbezug eines Meinungsbildes des Gesamtkollegiums - zum Abgleich schulischer Schwerpunkte und Prozesse mit den Kriterien im "Referenzrahmen Schulqualität NRW" als Element der Selbstevaluation genutzt. Beobachbar ist außerdem das hohe Interesse der schulischen Gremien an der Schulentwicklung und der Mitgestaltung des Abstimmungsgesprächs durch eigene Themen und Fragestellungen. Augenhöhe und der Einbezug aller Beteiligter werden insbesondere in der Vorphase wertgeschätzt. Das Rollenbild von Qualitätsprüferinnen und Qualitätsprüfern hat sich in diesem Arbeitsfeld erweitert. Die Erfahrungen mit den Hauptphasen der neuausgerichteten Qualitätsanalyse zeigen ebenfalls positive Resonanz.

Zur weiteren Unterstützung der eigenverantwortlichen Schulentwicklung hat das Dezernat 4Q eine Kooperation mit den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) aufgebaut und die Zusammenarbeit mit dem Dezernat 46 und den schulfachlichen Dezernaten innerhalb der Bezirksregierung Düsseldorf intensiviert. Neben organisatorischen Absprachen und regelmäßigen Konferenzen zu gemeinsamen Themenstellungen der Schul- und Unterrichtsentwicklung nimmt die schulfachliche Aufsicht regelmäßig mit hohem Interesse an den Abstimmungsgesprächen bzw. den Vorgesprächen im Rahmen der Vorphase und den Rückmeldungen im Rahmen der Hauptphase teil. Das Dezernat 46 hält für die Unterstützung von schulischen Entwicklungsvorhaben Expertise und Ressourcen bereit.

Die Unterstützung von nachhaltigen Schulentwicklungsprozessen wird weiterhin eine zentrale Herausforderung der Qualitätsanalyse mit ihren Kooperationspartnern sein.

Verfasserin: Bettina Wöpking-Lörper und Lothar Juppen

Übersicht 2015