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Wir über uns - Jahresrückblicke
 

 
 

25.01.2016

Branche: Kurier-, Express- und Paketdienste

Bezirksregierung Düsseldorf für den Schutz des Fahrpersonals und die sichere Zustellung bis zum Kunden unterwegs

Die Branche der Kurier-, Express- und Paketdienste nimmt in Folge der Möglichkeiten des modernen Internethandels und des Konsumverhaltens der Verbraucher und Verbraucherinnen immer mehr an Bedeutung zu.

Vor diesem Hintergrund steckt hinter der Auslieferung der Waren für das beauftragte Fahrpersonal immer häufiger ein enormer Termin- und Konkurrenzdrucks. Damit verbunden muss auch dem Anspruch auf angemessene Arbeitsschutzmaßnahmen für das Personal, die durch gesetzlich vorgegebene Arbeits-, Lenk-, Ruhe- und Pausenzeiten definiert sind, Genüge getan werden.

In den letzten Jahren kamen vermehrt Unzulänglichkeiten in der Branche, u. a. hinsichtlich der Überschreitung der gesetzlich vorgegebenen Arbeitszeitgrenzen, durch Presseberichte und durch in der Vergangenheit gesammelte Vollzugserfahrungen der Arbeitsschutzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Vorschein.

Deshalb wurde im letzten Jahr eine Zielvereinbarung zwischen dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und den Regierungspräsidentinnen und Regierungspräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen getroffen. In der praktischen Umsetzung wurde unter der fachlicher Federführung der Bezirksregierung Düsseldorf eine landesweite Aktion zur Überwachung der Paket- und Kurierdienste durchgeführt.

Die Auswertung der Überprüfungsergebnisse ergab eine erhebliche Mängelquote. So lagen Verstöße gegen die geltenden Vorschriften bei mehr als 80 Prozent der betroffenen Unternehmen. Dadruch wurde deutlich, dass die Branche der Kurier-, Express- und Paketdienste auch zukünftig im Blickfeld der zuständigen Behörden verbleiben muss.

In Anbetracht der Tatsache, dass die großen Postdienstleister in erheblichem Ausmaß Nach- bzw. Subunternehmen mit der Zustellung von Paketen an die jeweiligen Endkunden beauftragen, bedeutete das auch, dass im Hinblick auf die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen zu den Verantwortlichkeiten für die an der Beförderungskette beteiligten Unternehmen, ein Bedarf zur Erhöhung und Konkretisierung der Wahrnehmung der Mitverantwortung der Auftraggeber für eine Verbesserung des Arbeitsschutzes besteht.

Verfasser: Bastian Dicke

Übersicht 2015