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Wir über uns - Jahresrückblicke
 

 
 

26.07.2016

Miteinander ins Gespräch kommen

Mittagsgespräche bei der Bezirksregierung

Auch im Jahr 2016 haben in unserem Hause die sogenannten 'Mittagsgespräche' stattgefunden.

'Mittagsgespräche' sind ins Leben gerufen worden, um den Kolleginnen und Kollegen der Bezirksregierung Düsseldorf Einblicke in die Vielfalt der Aufgabenbereiche über ihr eigenes Dezernat hinaus zu geben, aber auch, um besondere Projekte und Aktivitäten einzelner Kolleginnen und Kollegen vorzustellen. Das Ziel ist es, aktuelle Themen, die die Bezirksregierung Düsseldorf betreffen, in einem Vortrag zu kommunizieren und zu erläutern, damit viele Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit erhalten, eine Vorstellung von der Thematik oder Situation zu erhalten. Anschließend findet ein Austausch untereinander statt.

Da die ersten Monate des Jahres 2016 stark durch die Aufgabe der Unterbringung von geflüchteten Menschen geprägt war und dafür sogar ein neues Dezernat gegründet wurde, galt ein Mittagsgespräch dem neuen Dezernat 20.

Nachdem der Regierungsvizepräsident Roland Schlapka die Veranstaltung, die wortgemäß zur Mittagszeit stattfindet, eröffnet hatte, gab der Hauptdezernent des Dezernates 20 einen interessanten Überblick über die Situation: Von den Anfangsschwierigkeiten eines neuen Dezernates mit quantitativ erheblich angestiegenen Aufgaben, über die Anzahl und Art der Einrichtungen, welche betreut werden, bis hin zu der Konsolidierung der aufzubauenden Strukturen und Prozesse, die bereits drei Monate nach Einrichtung ein sehr hohes Maß erreicht hatte.

Ein weiteres Mittagsgespräch im Jahr 2016 beschäftigte sich mit einem ganz anderen Blickwinkel derselben Thematik: Ein Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf, der ehrenamtlich für das Technische Hilfswerk (THW) tätig ist, berichtete sehr spannend von der Arbeit in Flüchtlingslagern im Krisengebiet. Im Januar wurde er in den Irak geschickt und half unter anderem bei der Rekrutierung von Arbeiterinnen und Arbeitern in einigen dort befindlichen Flüchtlingscamps. So stand schnell der Titel für das Gespräch fest: 'Von der Cecilienallee nach Kurdistan: Flüchtlingslager in unmittelbarer Nachbarschaft zum sog. Islamischen Staat'. Was dort, 4.100 Kilometer von der Bezirksregierung Düsseldorf entfernt, geleistet wird, ist enorm. Der Vortragende wusste mit vielen Bildern detailreich zu berichten:  Über den Zustand der Lager, die Organisation des Ganzen durch das United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) bis hin zur Anwendung von deutschem Vergabe- und Stellenausschreibungsrecht (einschließlich Gleichberechtigung der Frau).

Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten sich ein Bild über trampende Peschmerga-Kämpfer machen (die oft nicht über eigene Fahrzeuge verfügen), das Handy als Ersatz der Identifikation bei Vollverschleierung und das Leben im Camp wurden anschaulich dargestellt.

Insgesamt werden die Mittagsgespräche sehr gut besucht. Auch die Resonanz war sehr positiv, was nicht zuletzt an der sich anschließenden lebhaften Diskussion zum Thema mit den  Referenten, aber auch untereinander, zu erkennen war.

Das Mittagsgespräch soll nunmehr eine feste Institution werden, die regelmäßig stattfinden wird.

Verfasser: Robert Hochdörfer

Übersicht 2016