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Wir über uns - Jahresrückblicke
 

 
 

02.11.2016

Unterbringung von Flüchtlingen

Mit vereinten Kräften neue Aufgaben bewältigt

Zu Beginn des Jahres 2016 wurden weitere zentrale Aufgaben im Bereich der Flüchtingsunterbringung auf die fünf Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen verteilt. Neben dem Krankenhilfebereich für Flüchtlinge übernahm die Bezirksregierung Düsseldorf im April 2016 anschließend auch die regionale Zuständigkeit für sieben Zentrale Unterbringungseinrichtungen des Landes, die zuvor bei der Bezirksregierung Arnsberg lag.

Eine weitere Herausforderung bestand im Wegfall des 'freiwilligen' Personals, das dem Aufruf des Finanzministers gefolgt ist, als es darum ging, die Bezirksregierungen personell zu unterstützen. Nur so konnte die Unterbringung der Anzahl der geflüchteten Menschen bewältigt werden. In kurzer Zeit musste neues Personal gewonnen und eingestellt werden. Der Regierungsbezirk Düsseldorf hat eine Belegungskapazitäten von 24.000 Plätzen in vorübergehenden Notunterkünften und Regelunterkünften für geflüchtete Menschen zur Verfügung gestellt.

Im Verlauf des Jahres 2016 wurde dann mit der Schließung der 'Balkan-Route' ein signifikanter Rückgang der Zugangszahlen verzeichnet. Im Zuge dieses Rückgangs wurden viele vorübergehenden Notunterkünfte geschlossen bzw. an die Kommunen zurückgegeben, die das Land in Amtshilfe unterstützt haben. Von den circa 55 im Herbst 2015 bestehenden Notunterkünften im Regierungsbezirk Düsseldorf sind mittlerweile nur noch zwei bis Ende des Jahres 2016 in Betrieb.

Die Schließung der vorübergehenden Notunterkünfte brachte neue Aufgaben im Rahmen des Rückgabemanagements mit sich. Die Aufgabe des Rückgabemanagements besteht unter anderem aus der Feststellung der entstandenen Schäden, sowie deren Beseitigung, Veräußerung des durch Landesmittel angeschafften Inventars und dem Rückbau in den Ursprungszustand.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat es pünktlich zum Schulanfang nach den Osterferien 2016 gemeistert, alle Turnhallen in ihren Ursprungszustand zurückzubauen und den Kommunen für ihre ursprüngliche Nutzung zurückzugeben.

Nachdem zum Jahreswechsel 2016/2017 die beiden letzten vorübergehenden Notunterkünfte geschlossen wurden, gehören neben zwei Erstaufnahmeeinrichtungen dann auch acht Zentrale Unterbringungseinrichtungen zu den Regelunterkünften im Regierungsbezirk Düsseldorf mit einer Kapazität von 12.515 Plätzen für schutzbedürftige Menschen.

In den Erstaufnahmeeinrichtungen findet die Ankunft der schutzbedürftigen Menschen statt. Hier werden sie durch die ortsansässige Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge registriert und ihr gesundheitlicher Zustand untersucht. Anschließend findet die Unterbringung in einer Zentralen Unterbringungseinrichtung statt, bis die schutzbedürftigen Menschen einer Kommune zugewiesen werden oder ihr Flüchtlingsstatus durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannt wird. 

Den Weg von 15 Flüchtlingen hat die Dortmunder Fotografin Cornelia Suhan in der Wanderausstellung 'Vom Mensch zum Flüchtling – vom Flüchtling zum Menschen' sehr beeindruckend porträtiert. Sie hat Gedanken, Sehnsüchte und Pläne der Menschen, die in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft ihre Heimat verlassen haben, mit der Kamera eingefangen. Die Fotografien bringen das Erlebte, die Erwartungen und auch die Erfolge zum Ausdruck: „Ich habe in Europa bisher nur Gutes gesehen und erlebe Gleichberechtigung.“

Die Ausstellung konnte vom 15. Juli bis zum 02. August 2016 bei der Bezirksregierung Düsseldorf besucht werden. Sie hat eine andere Perspektive der Menschen, die bei uns Schutz und Unterstützung nach der Flucht vor Krieg und Verfolgung suchen, gezeigt.

Das Dezernat 20 hat sich den Herausforderungen mit all seinen im Laufe des Jahres neuen und unterschiedlichen Aufgaben gestellt. Möglich war die Bewältigung nur mit vereinten Kräften und dem Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Unterbringung der geflüchteten Menschen wurde aber auch vor Ort ganz überwiegend durch unglaublich engagierte Bürgerinnen und Bürger und die Betreuungsunternehmen begleitet. Dafür sind wir sehr dankbar!

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Verfasser: Alexander Eichwald

Übersicht 2016