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13.10.2016

Flughafen Düsseldorf

Anhörungsverfahren zur Kapazitätserweiterung

Die Bezirksregierung Düsseldorf ist die zuständige Anhörungsbehörde im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens des Landesverkehrsministeriums NRW (MBWSV NRW) für den Flughafen Düsseldorf.

Nachdem die Flughafen Düsseldorf Gesellschaft (FDG) ihren Antrag vom 16. Februar 2015 im April 2016 vervollständigt hatte, hat das MBWSV NRW als zuständige Genehmigungs- und Planfeststellungsbehörde für den Düsseldorfer Flughafen die Antragsunterlagen an die Bezirksregierung Düsseldorf überreicht. Dort wird gemäß § 8 ff. Luftverkehrsgesetz (LuftVG) i. V. m. § 73 Verwaltungsverfahrensgesetz NRW (VwVfG) das förmliche Anhörungsverfahren durchgeführt.

Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens ist die abschließende Zulassung

  • von tiefbaulichen Änderungen der vorhandenen Flughafenanlage, nämlich die Herstellung von insgesamt 8 neuen Flugzeug- Abstellpositionen sowie die Erweiterung von Flugbetriebsflächen (Rollweg- / Rollgassenanschlüsse im Vorfeldbereich) nebst weiteren Bodenversiegelungs- und Arrondierungsmaßnahmen sowie
  • von Änderungen der geltenden Betriebsregelungen, nämlich die Erhöhung der im Voraus planbaren Flugbewegungen in nachfragstarken Zeitstunden am Tage wie auch die bedarfsgerechte Anpassung der Nutzungsmöglichkeiten beider Start- und Landebahnen zur Abwicklung des Verkehrsaufkommens.

Bereits Ende April konnten die Antragsunterlagen an die Kommunen, in denen sich das Vorhaben voraussichtlich auswirkt, zur Durchführung der gesetzlich vorgesehenen Auslegung verteilt werden. Auslegungskommunen waren für einen Monat ab Mitte Mai 2016 die Städte Düsseldorf, Duisburg, Essen, Heiligenhaus, Kaarst, Krefeld, Meerbusch, Moers, Mülheim, Neuss, Ratingen, Tönisvorst und Willich.  

Die Öffentlichkeit hat im Rahmen der förmlichen Beteiligung – also der Möglichkeit sich zu dem Vorhaben der FDG Stellung zu nehmen – regen Gebrauch gemacht. Es haben ca. 40.770 Bürgerinnen und Bürger Einwendungen erhoben. Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die eine individuelle Einwendung abgegeben haben, liegt bei 13.356. Davon waren 70 Stellungnahmen befürwortend gegenüber dem Vorhaben. Mehr als 1.000 davon haben sich nicht nur durch eine individuelle Einwendung geäußert, sondern sich gleichzeitig auch in die von den Bürgerinitiativen verteilten Listen eingetragen.

Verfasserin: Silke Dlugosch

Übersicht 2016