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29.03.2016

Eröffnung der Wehrhahn-Linie in Düsseldorf - Was hat die Bezirksregierung Düsseldorf damit zu tun?

Von der Genehmigung bis zur behördlichen Abnahme und Inbetriebnahme der neuen U-Bahnstrecke

Am 20. Februar 2016 wurde die sogenannte Wehrhahn-Linie eröffnet. Die neue rund 3,4 km lange unterirdische Stadtbahntrasse ist mit einem Kostenvolumen von rund 844 Millionen Euro eines der größten Infrastrukturprojekte der Stadt Düsseldorf. Sie ergänzt das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs und sorgt insbesondere für eine bessere Verbindung der östlichen und westlichen Stadtteile mit der Innenstadt. Die Eröffnung der neuen U-Bahnlinie ist gleichzeitig aber auch für die Region ein wichtiges Ereignis, da sie durch ihre Verknüpfung mit den S-Bahnhaltepunkten Bilk und Wehrhahn die Erreichbarkeit der Düsseldorfer City für die Pendler aus dem Umland deutlich verbessert.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat die Realisierung der Stadtbahntrasse mit ihren sechs unterirdischen Bahnhöfen seit rund 15 Jahren in ihren verschiedenen Funktionen als Planfeststellungsbehörde, Genehmigungsbehörde für ÖPNV-Linien und Technische Aufsichtsbehörde für Straßenbahnen (TAB) eng begleitet. Das Planfeststellungsverfahren wurde im September 2004 beantragt, nachdem bereits Anfang 2002 ein vorlaufender Termin zur Umweltverträglichkeitsprüfung stattfand. Anfang 2007 wurde das Verfahren mit Erlass des Planfeststellungsbeschlusses abgeschlossen.

Nach umfangreichen Vorbereitungsmaßnahmen, zu denen u.a. Leitungs- und Verkehrswegeumlegungen, Gebäudesicherungen und Kampfmittelsondierungen gehörten, wurde die Bezirksregierung Düsseldorf für die Baumaßnahme auch als Bauaufsichtsbehörde tätig. Die Entwicklung der Überwachungskonzepte, die baubegleitenden Risikoanalysen, sowie die Festlegung von Vorgaben zum Umgang mit denkbaren kritischen Ereignissen seitens der Stadt erfolgten in enger Abstimmung. Bei all den Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten, die eine solch komplexe innerstädtische Baumaßnahme mit sich bringen kann, verlief die Baumaßnahme ohne gefährliche Zwischenfälle.

Zum Betrieb auf der Wehrhahn-Linie beschaffte die Rheinbahn-AG 76 Niederflurstadtbahnwagen, die für den Tunnelbetrieb entsprechend höhere Anforderungen beispielsweise an den Brandschutz erfüllen und mit Zugsicherungstechnik nachgerüstet werden mussten. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat als Zulassungsbehörde für die Straßenbahnfahrzeuge diese Maßnahmen von Anfang an begleitet und konnte die Fahrzeuge termingerecht vor Eröffnung der Wehrhahn-Linie abnehmen und zum Tunnelbetrieb zulassen.

Darüber hinaus ging die Eröffnung der Wehrhahn-Linie mit umfangreichen Änderungen im Liniennetz der Rheinbahn einher. Dazu wurden insgesamt 16 Genehmigungsverfahren nach dem Personenbeförderungsrecht durchgeführt und abgeschlossen, sowie u. a. die Genehmigung für die vier neuen U-Bahn-Linien U71, U72, U73 und U83 rechtzeitig vor dem Eröffnungstermin erteilt.

Damit konnte das Dezernat 25 der Bezirksregierung Düsseldorf in seiner Vielzahl behördlicher Funktionen zum guten Gelingen dieses Großprojektes beigetragen.

Verfasser: Gerhard Dukatz

Übersicht 2016