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Wir über uns - Jahresrückblicke
 

 
 

21.03.2017

Regionalrat stellt die Weichen für die Zukunft

Ein neuer Plan für die Region

Wie kann unsere wirtschaftsstarke Region im Einklang mit der Natur weiter wachsen? Wo kann neuer Siedlungsraum geschaffen werden, der gut an den ÖPNV anzubinden ist und die bestehenden Verkehrssysteme nicht zu sehr belastet? Wie kann die Region den Erfordernissen des globalen Klimawandels Rechnung tragen und damit auch ihrer Verantwortung für kommende Generationen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen hat sich der Regionalrat in den vergangenen Jahren intensiv beschäftigt.

Am 14. Dezember 2017 hat der Regionalrat in seiner überörtlichen Verantwortung hierzu eine Schlüsselentscheidung treffen können und die Aufstellung des neuen Regionalplans Düsseldorf – kurz RPD – beschlossen.

Der RPD stellt die Weichen für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung in den nächsten Jahrzehnten, indem er der Planungsregion Düsseldorf rund 3200 ha Entwicklungspotenziale für Gewerbe sichert. Viele Städte und Gemeinden haben die Chance genutzt, neue Standorte zu forcieren und 'Planungsleichen', d.h. nicht umsetzbare Flächen, zu streichen. Einige interkommunale Projekte wurden auf den Weg gebracht (z.B. in Grevenbroich/Jüchen, Mönchengladbach/Viersen, Krefeld/Meerbusch, Dormagen/Neuss). Städte und Gemeinden können so gemeinsam ein attraktives Flächenangebot schaffen und langfristig geplante Gewerbeflächen sichern und Potenziale für besondere Ansiedlungen ausschöpfen (z.B. Hafennutzungen, Logistik, stark emittierendes Gewerbe).

Ferner wurden in großem Umfang neue Siedlungsbereiche festgelegt. Zur Vermeidung einer weiteren Überlastung von Straßen lag dabei ein zentraler Fokus auf der Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr.

Für die Nutzung der regenerativen Windenergie wurden knapp 2.300 ha auf Basis einer regionalen Gesamtbetrachtung in den Plan aufgenommen. Zudem sind die Bereiche für den Schutz der Natur und die regionalen Grünzüge grundlegend überprüft und neu festgelegt worden.

Mit über 2.000 km Straßen- und über 800 km Schienentrassen bildet der Regionalplan außerdem das überörtlich relevante Verkehrsnetz ab. Er sorgt auf diese Weise dafür, dass für zahlreiche zukünftige Verkehrsprojekte die benötigten Flächen 'reserviert' werden.

Wie entstand der Regionalplan?

Kommunen, Verbände und vor allem auch Bürgerinnen und Bürger brachten sich intensiv in das Verfahren ein. Dies galt in beispielhafter Weise bereits sehr frühzeitig bei der Erarbeitung sogenannter 'Leitlinien' – quasi einem Arbeitsprogramm für die zu erarbeitenden Inhalte des Regionalplans. Auch unsere niederländischen Nachbarn erhielten Unterlagen in ihrer Sprache, um Ideen in Bereiche einzubringen, die sie in der Grenzregion berühren könnten. Insoweit ruht die Entscheidung für dieses komplexe Steuerungsinstrument auf einer breiten regionalen Wissens- und Meinungsbasis.

Bereits im März 2010 hatte der Regionalrat das Startschuss-Papier als Diskussionsgrundlage für diesen offenen Prozess in die Region getragen. Daran schlossen sich umfassende Beratungen über Strategien einer zukünftigen Regionalentwicklung an, in deren Verlauf Bedenken und Wünsche intensiv diskutiert und Interessen gegeneinander abgewogen worden sind, bis der nun beschlossene Planentwurf vorlag.

Was ist der nächste Schritt?

Dem Beschluss des Regionalrates vom 14. Dezember 2017 folgt ein Anzeigeverfahren beim Wirtschaftsministerium als Landesplanungsbehörde. Erst danach – frühestens Anfang 2018 – kann der neue Plan in Kraft treten.

Die Sitzungsunterlagen für den Regionalrat finden Sie hier.
Weitere Informationen zum RPD-Verfahren finden Sie hier.

Übersicht 2017