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Wir über uns - Jahresrückblicke
 

 
 

01.08.2017

Die Wupper auf dem Weg zu einem ökologischen Fluss

Flussgebietssymposium und Gebietsforum Wupper 2017

Die Wupper und ihre Nebenbäche standen am 21. und 22. Juni 2017 in Wuppertal im Fokus des gemeinsam veranstalteten 20. Flussgebietssymposium des Wupperverbandes und 15. Gebietsforums der Bezirksregierung Düsseldorf in der historischen Stadthalle Wuppertal. Die mit ca. 200 Fachleuten wieder sehr gut besuchte Veranstaltung richtete in einem Schwerpunkt den Blick auf Erfolge und Herausforderungen bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Anstrengungen, unsere Gewässer ökologisch zu verbessern, auch über die Ökologie hinaus viele Vorteile mit sich bringen. Die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Gewässer, die Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität und auch die Einbindung der Gewässer in den Schulunterricht haben das öffentliche Interesse an einer ökologischen Verbesserung der Gewässer gesteigert. In den vergangenen Jahren hat der Wupperverband viele kanalisierte und begradigte Flussabschnitte wieder in lebendige Flussläufe verwandelt. „Wir können sehr zufrieden sein mit dem, was wir in den letzten 20 Jahren schon erreicht haben“, zog Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf Bilanz. „Die Wupper ist auf einem guten Weg und wird zunehmend natürlicher.


Nicht nur Lachse kehren zurück, inzwischen scheint sich auch der Biber heimisch zu fühlen. Und die Menschen nehmen den Fluss wieder an und engagieren sich für dieses wichtige Stück Heimat.“ Diese Arbeit wird weiter fortgesetzt, doch bis zum 'guten Zustand' der Gewässer, wie ihn die Richtlinie fordert, ist es noch ein weiter Weg.

Zu den Herausforderungen der kommenden Jahre gehört auch die weitergehende Reinigung in Kläranlagen zur Entfernung von Spurenstoffen, z. B. Medikamentenrückständen. Gerade in den dicht besiedelten Industrieregionen Europas, wie z. B. im Wuppergebiet, stellt sich die Frage, ob und wie dieses Ziel bis 2027 erreicht werden kann.

Neben der Entwicklung der Wupper und ihrer Nebenbäche setzte das Symposium einen weiteren Schwerpunkt auf den Themenbereich Klimawandel, Starkregen, Sturzfluten und notwendige Vorsorgemaßnahmen. Auch im Wuppergebiet sind bereits Auswirkungen des Klimawandels spürbar. Extremereignisse wie Starkregen kommen häufiger vor, auch längere Trockenperioden nehmen zu. Daher gewinnt in den Kommunen der Umgang mit urbanen Sturzfluten an Bedeutung.

Übersicht 2017