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Umweltschutz - Natur- und Landschaftsschutz, Fischerei
 

 
 

07.07.2020

Fischerei- und naturschutzgerechte Gewässerunterhaltung - rechtliche Anforderungen

Die Gewässerunterhaltung ist eine gesetzliche Aufgabe, die neben der Sicherung des Was­ser­ab­flusses auch die Pflege und Entwicklung der Gewässer umfasst. Die ökologische Funktions­fähig­keit des Gewässers als Lebensraum von wildlebenden Tieren und Pflanzen soll gefördert und erhalten werden. Sie hat sich an den Bewirtschaftungszielen der EU-Was­ser­rahmenrichtlinie ("guter ökologischen Zustand" / "gutes ökologisches Potenzial") auszu­richten und darf diese nicht gefährden. In bestimmten Bereichen sind dabei besondere natur­schutz- und fischereirechtliche Anforderungen zu beachten:

In Naturschutzgebieten und gesetzlich geschützten Biotopen nach § 30 BNatSchG wird die Gewässer­unterhaltung in der Regel durch die Inhalte der Festsetzungen im Landschaftsplan geregelt. Dadurch kann es notwendig werden, Maßnahmen mit der unteren Naturschutz­be­hörde abzustimmen, anzu­zeigen oder ggf. eine Befreiung nach § 67 BNatSchG zu bean­tragen. In FFH- oder Vogelschutzgebieten dürfen darüber hinaus die Erhaltungsziele für das jeweilige Gebiet nicht beeinträchtigt werden.

Die Gewässerunterhaltung im Außenbereich wird auch durch die Inhalte eines rechts­kräftigen Land­schafts­plans (Kreise oder kreisfreie Städte) oder Verordnungen der Bezirksregierung Düsseldorf be­rührt. Für Naturschutzgebiete und gesetzlich geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG i.V.m. § 42 LNatSchG können allgemeine und besondere Festsetzungen gelten.

Die Vorkommen besonders oder streng geschützter Arten sind stets zu berücksichtigen d.h. auch außerhalb von Schutzgebieten. Hier gelten neben dem allgemeinen Schutz wild­lebender Tiere und Pflanzen (§ 39 BNatSchG) insbesondere die sogenannten "Zugriffs­verbote" des § 44 Abs. 1 BNatSchG. Danach ist u. a. das Töten solcher Tiere, das Stören während der Fortpflanzungszeit oder das Zer­stören ihrer Fortpflanzungsstätten verboten. Verstöße gegen diese Vorschriften können Ordnungs­widrigkeiten, in besonders schwer­wiegenden Fällen sogar Straf­taten sein.

Eine Übersicht an welchen Gewässerstrecken geschützte Arten der Fischfauna i.S.d.G. (Fische, Neun­augen, Großmuscheln; Edelkrebse inkl. artenschutzrechtlich relevante Arten) vorkommen, finden Sie unten nach Gewässereinzugsgebieten im Regierungsbezirk Düsseldorf verlinkt.

Die Vorkommen der für die Gewässerunterhaltung bedeutsamen besonders und streng geschützten Fisch-, Neunaugen und Großmuschelarten (§ 44 BNatSchG in Verbindung mit Anhang I BArtSchV) sind ebenfalls in den pdf Karten dargestellt.

Tabelle 1: Schutzstatus EU, national, NRW (Fische, Neunaugen, Großmuscheln, Krebse)

Erft

Bitterling Nord GSG
Bitterling Süd GSG


Niers

Aal Nord Profil NV
Aal Süd Profil NV
Übersicht der Kartenabschnitte zu den Bitterlingvorkommen

Bitterling Nord Profil NV
Bitterling Süd Profil NV
Bitterling Teil 1 GSG
Bitterling Teil 2 GSG
Bitterling Teil 3 GSG
Bitterling Teil 4 GSG
Groppe Nord Profil NV
Groppe Süd Profil NV
Steinbeißer Nord Profil NV
Steinbeißer Süd Profil NV


Wupper

Dhünn Laichgruben Detailkarte 01
Dhünn Laichgruben Detailkarte 02
Dhünn Laichgruben Detailkarte 03
Neunaugen 01
Neunaugen 02
Neunaugen 03
Neunaugen 04
Neunaugen Übersichtkarte der Abschnitte